News obama

27. April, 2015

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Was uns Politiker wirklich sagen wollen

Was für eine großartige Idee des US-Präsidenten Obama! Zu seiner Rede beim „White House Correspondents Dinner”, die traditionell etwas informeller und lustig gestaltet ist, brachte er einen Übersetzter mit. Dessen Aufgabe war es nicht in eine andere Sprache zu übersetzen, sondern das auszusprechen, was Obama mit seinen politisch überkorrekten Aussagen tatsächlich ausdrücken will.

Oft kann man ja nicht so, wie man will. Besonders als Politiker muss man bei öffentlichen Auftritten jedes Wort auf die Goldwaage legen. Emotionen müssen versteckt werden und man muss sich kühl und sachlich äußern, ohne dabei irgendeiner Gruppierung oder Interessengemeinschaft auf die Füße zu treten.

Um dann doch mal loszuwerden, was man eigentlich nicht aussprechen darf, hat Obama seinen „anger translator“ zum „White House Correspondents Dinner” mitgebracht. Der tobt und keift hinter ihm und geigt den Anwesenden mal so richtig die Meinung, während Obama ganz emotionslos leere Politiker-Phrasen vorliest.

Obamas „anger translator“ erntete dabei viel Applaus und viele Lacher. Vielleicht sollten Politiker doch öfter mal einfach sagen, was sie meinen – sympathischer und informativer wäre es. Zum Ende der Rede ließ sich Obama dann tatsächlich mitreißen und redet selbst Tacheles!  Natürlich alles nur zur Erheiterung der Dinnergäste. Würde das bei Merkel in Deutschland auch funktionieren?

Have you met Luther, President Obama's anger translator? #WHCD #KeyAndPeele

Posted by The White House on Samstag, 25. April 2015

Einige Politiker haben aber eher ein Problem mit der Aussprache, als mit dem, was sie sagen. Wenn man sich die Rede des deutschen Bundesentwicklungsministers Gerd Müller beim „Earth Day“ in Washington anhört, fragt man sich, ob der nicht vielleicht einen Englisch Lehrer neben sich stehen haben sollte.

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