Smalltalk bonaparte

16. Juli, 2015

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Smalltalk mit: Bonaparte

Am 23. Juli startet der Film „Becks letzter Sommer“ mit Christian Ulmen in der Hauptrolle in den deutschen Kinos. Und so viel steht fest: Ein intensives Leinwanderlebnis braucht auch einen intensiven Soundtrack. Der stammt in diesem Fall von dem Schweizer Tobias Jundt alias Bonaparte. Wir haben ihm ein paar Fragen gestellt!

 

Beschreibe dich in drei Worten.
Sex, Käse, Rock’n’roll.

Was darf im Tourbus nicht fehlen?
Natürlich mein klassisch rotgemusterter dreiteiliger englischer Pyjama – denn der gute Stil geht auf der Autobahn vor Schnelligkeit.

Gibt es eine Interviewfrage, die du nicht mehr hören kannst?
Wie? Haben Sie gerade etwas gesagt? Ich habe Sie leider nicht verstanden. Next question, please!

Schildere uns dein schönstes und dein schlimmstes Konzerterlebnis.
Ach… Nach gefühlten 600 Shows könnte ich einen Krimi darüber verfassen. Einer meiner liebsten Momente wird immer mit der zweiten Neuseeland-Tour 2009 verbunden sein: Wir haben uns einen alten Bedford-Truck besorgt, hinten eine Bühne mit Soundsystem draufgebaut und sind damit abends durch Wellington gefahren und haben den am Straßenrand tanzenden Menschen Bonaparte-Songs gespielt. Was definitiv nicht zu meinen liebsten Bühnenmomenten gehört, sind Stromschläge auf der Bühne, was aber leider öfter als erwünscht vorkommt, wenn Mikrophon und Gitarre nicht am gleichen Stromkreis hängen. auf China-Tour war ich fast abendlich ein unfreiwillig leitendendes medium – oder eben: unter Strom!

Himmel, Hölle, Wiedergeburt oder gar nix?
Am ende ist alles eins. und wir werden alle als schnecken wiedergeboren. zimtschnecken! jawoll.

Über welches Thema kann man sich gut mit dir streiten?
Ach, ich kann über alles gut streiten. Wahlweise mehrsprachig und gegen Aufpreis auch in Gebärdensprache.



 


Was war dein erster Gedanke als du heute aufgewacht bist?
Heute war es ein sogenannter Terrassen-Gedanke in drei Stufen: Lebe ich noch? Wenn ja, auf welchem Planeten befinde ich mich? Und wenn dieses wunderschöne Wesen, welches neben mir liegt, nicht bereits meins ist, dann muss ich es sofort entführen und heiraten.

Auftragsarbeit vs. eigene Songs: Was fällt dem Kopf leichter?
Möglicherweise kratzen die beiden im Prozess sogar an zwei verschiedenen Gehirnhälften und sind also ergänzend. Aber es ist schon so, dass das Arbeiten an eigenen Songs wie das Pflegen einer langen und innigen Beziehung ist und die Auftragsarbeiten eher einem romantischen One-Night-Stand in der Executive-Suite entsprechen. Die Bevorzugung ist dann reine Sache der Auslegung.

Wie ist das Album entstanden?
Ich habe mir in meinen Studioräumen ein Sammelsurium an Instrumenten aufgebaut, eine Flasche guten Wein geöffnet und dann in die Tasten gehauen, an den Saiten gezupft und an den Knöpfen gedreht. Natürlich begann in diesem speziellen Fall alles mit der Romanvorlage und dem Drehbuch. am Ende habe ich aber einfach aus den Tiefen meines kleinen schweizerischen Herzens die Emotionen der Figuren empathiert und dann gedankenfrei musiziert.

Was hat dich inspiriert?
Das Leben ist ja an sich bereits ein relativ psychedelisches Unterfangen. Da muss man nur mit einem halben Auge bei der Sache sein und die Geschichten schreiben sich von selbst.

Wie unterscheidet sich das Album von den vorherigen?
Im Entstehungsprozess eher wenig, da ich im Studio immer alleine arbeite und vorbeireisende Musiker spontan zu Sessions einlade. Auf musikalischer Ebene konnte ich jedoch viel tiefer und breiter agieren und für Bonaparte bis dahin nicht gehörte Instrumentierungen oder Musikstile einfließen lassen. Man hört Kirchenorgeln oder Lap-Steel-Gitarren, Berliner Philharmoniker spielen Geisterstreicher, Mädchen duellieren sich singend mit alten Herren und ich applizierte einen größeren Hallradius als der Grand Canyon tief ist.



 

 

Welchen Stellenwert hat die Musik für dich generell?

Sie ist mein treuster Freund. Auch wenn die Menschen in meinem Leben einen höheren Stellenwert haben, ist die Musik die beständigste Komponente, die ich auf diesem Planeten gefunden habe. Sie überlebt jede Krise und verbindet Menschen über alles andere hinaus. Sie ist die Mutter der Kunst, nicht nur, weil Melodien fliegen können, aber weil Rhythmus Leben ist.

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