Musik Romano

14. September, 2015

Chartanwärter der Woche und Empfehlungen des Hauses

Was geht ab in der Musikszene? Hier einer Zusammenfassung der neuesten Releases, sowie Vorschau auf die kommenden Highlights im Musikbiz.

 

 

Romano – „Jenseits von Köpenick“



 

Der Track „Metalkutte“ löste im Frühjahr 2015 einen Hype aus, der nun mit dem Album „Jenseits von Köpenick“ seinen vorläufigen Höhepunkt gefunden zu haben scheint: Romano, der Blonde mit den geflochtenen Zöpfen, hat seinen Erstling am Start. Songs wie „Stahlraum“, „Sextrain“ und „Marlboro Man“ vereinen dabei so viele Genres, dass wir gar nicht so recht wissen, in welche Schublade der Berliner eigentlich gesteckt werden möchte. Ist er ein rappender Schlagersänger oder ein Schlager singender Rapper? Oder vielleicht ein Synth-Popper? Oder ein Metaller? Nun, sagen wir einfach: Er kommt in die Schublade „Coole, spannende Musik“. Überzeugt euch selbst.

 

Timi Hendrix – „2 Zimmer, Küche, Bong“



 

 

Allein das Artwork ist bereits alle Aufmerksamkeit Wert: Timi Hendrix, bekannt als Mitglied des deutschen Hip-Hop-Indie-Labels Trailerpark und des Bielefelder Rap-Duos Pimpulsiv, hat sein erstes Solo-Album veröffentlicht. Der Name: „2 Zimmer, Küche, Bong“, der Sound: Berauschend. In zwei sehenswerten Videos (Clip 1, Clip 2) erlaubte Jimi Hendrix bei YouTube bereits interessante Einblicke in den Entstehungsprozess seines Debüts, in dem – klar – die Bong eine zentrale Rolle spielte. In 14 Tracks erwarten euch Anekdoten über die verschiedensten Arten des Rausches, die auch von zahlreichen Gästen wie Label-Kollege Alligatoah, Basti von DNP, Karate Andi und Sapient zum Besten gegeben werden. Hört mal rein.

 

FLER – „Weil die Straße nicht vergisst“



 

 

Noch Anfang 2015 mit „Keiner kommt klar mit mir“ auf Platz 1 der Charts, schon das nächste Album draußen: FLER hat mit „Weil die Straße nicht vergisst“ eine weitere Frank White Platte veröffentlicht. Der Style sei derselbe geblieben, verriet er in einem Interview: „Ich gebe mir natürlich Mühe, dass es abwechslungsreich ist, aber trotzdem derselbe Flavour.“ Und weiter: „Ihr habt das Cover gesehen.“ Es zeigt das Pallas-Gebäude in Berlin Schöneberg. „Ist doch klar was für ein Sound da kommt.“ Die FLER’sche Veröffentlichungsfrequenz bleibt übrigens sportlich: Das nächste Album „Der Staat gegen Patrick Decker“ soll bereits im Dezember erscheinen.

 

Slayer – „Repentless“



 

 

Diese Platte wurde mit Spannung erwartet: Slayer liefern mit „Repentless“ ihr nunmehr zwölftes Studio-Album – und bleiben Kult! Da zwei der ehemaligen Gründungsmitglieder nicht mehr Teil der Band sind, sorgte die Ankündigung des ersten neuen Materials seit sechs Jahren für Aufsehen und Neugier. Zunächst stieg nämlich Drummer Dave Lombardo von einem Rosenkrieg begleitet aus, später verstarb Gitarrist Jeff Hanneman. Die fehlenden Herren haben selbstverständlich einen großen Fußabdruck im Sound der kalifornischen Thrash-Metal-Band hinterlassen. Den verbliebenen Mannen gelang es jedoch mit Bravur, sich dieser Herausforderung zu stellen und auch mit „Repentless“ ihrem Ruf als die böseste und härteste Band überhaupt gerecht zu bleiben.

 

Lana Del Rey – „Honeymoon“



 

 

Die „Video Games“-Hitmakerin ist zurück: Am 18. September 2015 veröffentlicht Lana Del Rey ihr viertes Album. Damit erscheint „Honeymoon“ nur knapp ein Jahr nach dem Vorgänger „Ultraviolence“ – eine beeindruckende Leistung wenn man bedenkt, dass die 30-Jährige ihre Songs selbst schreibt. „Der Anfangspunkt des Albums war das Ende der letzten Studiotermine“, erzählt sie in einem Interview. „Komischerweise war ich damals überhaupt nicht müde oder ausgelaugt. Im Gegenteil. Ich war voller Inspiration – und wollte ich direkt weitermachen“. Das Ergebnis sind zwölf typische Del-Rey-Songs, die nicht produziert wurden, um Hits zu sein, sondern um Lanas anspruchsvoller eigener Ästhetik zu genügen. Wie das klingt, zeigt beispielsweise „High By The Beach“.

 

 

Beatsteaks – „23 Singles“



 

 

Sänger Arnim Teutoburg-Weiß und seine Mannen feiern in diesem Jahr ihr 20-Jähriges – und weil das so schön ist, gibt es für alle Fans Geschenke: Beatsteaks veröffentlichen am 18. September 2015 ihr neues Album namens „23 Singles“, dessen Titel ihr ruhig wörtlich nehmen dürft. In der beinahe zwei Dutzend Songs umfassenden Tracklist sind alle großen Hits der Berliner Punkrockband drin. „I Don’t Care As Long As You Sing“, „Gentleman Of The Year“, „Hand In Hand“: Alles drauf – und mit „Ticket“ und „Mad River“ gibt es außerdem auch noch zwei ganz neue Songs der „Beatbuletten“ auf die Ohren. Für Ersteren hat der Fünfer aus der Hauptstadt auch ein sehenswertes Video gedreht.

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