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30. September, 2015

Von Indi Weis zu Indi Woods

Also das passt ja mal so gar nicht zu dem gängigen Vorurteil über mich. Golf. Denn eigentlich ist „Indira Weis“ doch eine talentfreie C-Prominente, die man wenn überhaupt auf der Afterparty eines Golfturnieres im viel zu knappen Outfit rumhüpfen sieht, ununterbrochen Po-Selfies-schießend. Aber eine Indira, die auf dem Golfplatz steht und Turniere spielt? Das scheint den meisten ähnlich deplatziert zu sein wie eine Alice Schwarzer in der Jury einer Misswahl.

 

Hinterm Garten meiner Eltern hat vor Jahren ein Golfplatz aufgemacht und da bin ich einfach mal aus Neugier hin, um ein paar Bälle abzuschlagen. Nach meiner jahrzehntelangen Minigolf Expertise konnte das wohl nicht so schwer sein. Und dann war es soweit. Klack. Ich habe zum ersten Mal so richtig getroffen. Dieser Sound! Perfekter Klang, perfektes Klack. Der Ball flog und floooog im hohen Bogen über die Driving Ranch. Ab da war ich angefixt. Und auf einmal regelrecht süchtig nach diesem perfekten Sound, wenn man perfekt trifft. Golfen hat nämlich nicht zuletzt etwas mit absoluter Perfektion zu tun. Golfen funktioniert nur durch absolute Perfektion des Bewegungsablaufes. Ja, ich bin etwas verliebt in diesen Sport.

 

        

 

Seit April diesen Jahres bin ich als neues Mitglied bei den Eagles aufgenommen worden. Die Eagles? Ein Charity Golfclub aus prominenten Golfern und Unternehmern, die für den guten Zweck golfen und seit Gründung bislang 29Mio Euro ergolfen konnten.

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So macht dieser Sport doch tatsächlich Sinn. Und jeder tut das, was er kann, ohne Gage, damit die Leute spenden. Wir kommen zu Golfturnieren und animieren Menschen zum Spenden für Stiftungen und Projekte aller Art. Jan Josef Liefers beispielsweise sammelte auf seinem Krimi Cup in Münster für die NCL Stiftung zugunsten DNA geschädigter Kinder, deren Körper sich mit zunehmendem Alter unaufhaltsam zerstört. Oder Kai Rose von der Klambt Mediengruppe, der zusammen mit der Kindernothilfe schon 15.000 Kindern in Indien geholfen hat.

Da muss man nicht mehr viel sagen. Golfen ist schon lange kein Rentnersport mehr. Ich kämpfe zwar immer noch für die Lockerung der doch seeehr strengen Etikette, um diesen ziemlich coolen Sport, für Menschen wie mich attraktiver zu machen, aber so recht kann sich noch keiner mit meinem Kleidungsstil anfreunden. Ok, ich gehe nicht im Bikini auf den Platz, auch wenn ich es gerne würde, aber was ist denn bitte so schlimm an einer Jeans? Oder die Kappe falschrum zu tragen? Oder oder oder…

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Heidi Beckenbauer hat mich auf dem Kaisercup ihres Mannes ganz lieb geschimpft und sagte: „Das nächste Mal nicht in Jeans, ok? Wir müssen dir noch etwas Etikette beibringen!“ Sie lächelt und herzt mich. Ab da war ich offiziell das enfant terrible des Golfclubs, eines Vereins, bei dem eine Mitgliedschaft irreversibel ist. Höhö. Tja, Augen auf, beim Mitgliedskauf sag ich da nur.

So, mehr gibt’s auch dem nicht mehr hinzuzufügen. Vielleicht zum Abschluss noch ein Golferwitz, bzw. den Schmarrn, den man sich so auf den Fairway auf dem Weg zum Ball erzählt.
Was macht Tiger Woods nach 18 Loch? Er spielt ne Runde Golf.

In diesem Sinne, schönes Spiel an alle!
Indi Woods

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