Allgemein eurovision-song-contest-deutscher-vorentscheid-2016-quelle-ard

22. Februar, 2016

0

„Unser Lied für Stockholm“: Diese Sänger und Bands treten am 25. Februar 2016 an

Am Donnerstag den 25. Februar 2016 ist das Publikum gefragt: Im deutschen Vorentscheid „Eurovision Song Contest 2016 – Unser Lied für Stockholm“ wird in zwei Durchgängen vom Zuschauer entschieden, wer uns im Mai beim 61. ESC in der schwedischen Hauptstadt vertreten darf. Das Erste und Einsfestival senden die Show ab 20.15 Uhr live aus Köln – auf eurovision.de läuft gleichzeitig ein Livestream. Zehn Künstler und Bands treten das Rennen um den deutschen ESC-Teilnehmer an, nachdem die kontroverse Benennung Xavier Naidoos bereits im November 2015 vom NDR zurückgezogen wurde. Hier stellen wir euch die Kandidaten näher vor:

Alex Diehl: „Nur ein Lied“

Der bayrische Singer und Songwriter Alex Diehl wurde mit seinem Friedenssong „Nur ein Lied“ nach den Pariser Anschlägen bekannt. Textzeilen wie: „Aus Angst wird Hass, aus Hass wird Krieg, bis die Menschlichkeit am Boden liegt, bis hier alles explodiert und jeder den Verstand verliert“, waren innerhalb weniger Minuten fertig getextet und komponiert. Sie treffen so ins Herz, dass seine erste mit dem Handy aufgenommene Version binnen weniger Tage millionenfach geklickt wird. Nun möchte er mit seiner Teilnahme am ESC-Vorentscheid seine Friedensbotschaft nach ganz Europa tragen.

Avantasia: „Mystery Of A Blood Red Rose“

Metal für den ESC: Das im Jahr 2000 gegründete Avantasia ist eigentlich gar keine klassische Band. Vielmehr ist es ein musikalisches Projekt, dass der Hesse Tobias Sammet mit einer langen Liste von Musikern realisiert. Sammet, der als Frontmann der Power-Metal-Band Edguy bekannt wird, schreibt auf Tour eine Metal-Oper. Sie spielt in der Fantasie-Welt Avantasia und wird in de Nuller-Jahren tatsächlich in zwei Teilen veröffentlicht. Über 15 Jahre später sichert sich der 38-Jährige Platz 2 der offiziellen Media-Control-Album-Charts und bringt – wenn alles klappt, zum ersten Mal den Metal zum Eurovision Song Contest.

Ella Endlich: „Adrenalin“

Die Thüringerin Ella Endlich führt die deutsche ESC-Teilnahme mit ihrem Beitrag „Adrenalin“ zu ihren Wurzeln zurück: Die 1984 als Jacqueline Zebisch in Weimar geborene Schlagersängerin träumte schon als Kind davon, einmal auf der großen Eurovision-Song-Contest-Bühne zu stehen. Mit ihrer inzwischen zweiten Musiker-Karriere könnte das jetzt sogar klappen. Zweite Karriere? Ja, richtig gelesen. Ella Endlich eroberte bereits im Jahr 1999 als Junia mit ihrem Hit „It’s Funny“ die Herzen und die Charts. Inzwischen darf sie sich über zahlreiche goldene Schallplatten für ihre Schlager-Hits freuen.

Gregorian: „Masters Of Chant“

Die vom Hamburger Frank Peterson produzierte Formation Gregorian begeisterte live bereits über zweieinhalb Millionen Menschen in 26 Ländern. Die zahlreichen Chapter ihres Albums „Masters Of Chant“ verkauften sich über 10 Millionen mal. Kein Wunder also, dass das Sextett mit einem Lied, dass den erfolgsverwöhnten Namen „Master Of Chant“ trägt, beim ESC-Vorentscheid antritt. Die Besetzung von Gregorian wechselt, der Erfolg ihres Kloster-Pops bleibt aber gleich. Zurzeit kommen vier Sänger aus Großbritannien, der Halbamerikaner Billy King lebt in Hamburg und der Countertenor Narcis ist rumänisch-italienisch-stämmig.

Jamie-Lee Kriewitz: „Ghost“

Die 17-Jährige Jamie-Lee Kriewitz hat bereits hinreichende Erfahrungen im Zusammenhang mit Publikums-Votings bei großen TV-Shows: Sie gewann im vergangenen Jahr die fünfte Staffel des erfolgreichen Casting-Formats „The Voice Of Germany„. Damit tritt nach Andreas Kümmert mit Jamie-Lee nun bereits der zweite Gewinner der Musikshow aus dem Hause ProSiebenSat.1 bei einem deutschen ESC-Vorentscheid an. Mit ihrem schrillen Gesang und ihrer volmuniösen Stimme gehört die Niedersächsin aus dem Team der Fantastischen Vier aktuell zu den Favoriten bei „Unser Lied für Stockholm“.

Joco: „Full Moon“

Der Sound dieser beiden Damen klingt ein wenig wie Simon & Garfunkel, aber auch ein bisschen wie der Soundtrack aus dem Film-Klassiker „Die fabelhafte Welt der Amelie„: Die Schwestern Cosima und Josepha Carl treten unter dem Namen Joco mit ihrem selbst komponierten und geschriebenen Song „Full Moon“ an und haben dabei durchaus einen Außenseiter-Bonus. Für die beiden aus Ostfriesland stammenden Ladies ist der deutsche ESC-Vorentscheid ihr bislang größter Auftritt. Bislang kannte man Joco eigentlich nur dank charmanter Festival-Auftritte und kuscheliger Club-Konzerte. Das dürfte sich nun ändern.

Keøma: „Protected“

„Night-Drive-Pop“ nennen die Singer-Songwriter Keøma ihren Sound, der als entspannt-shpärischer Indie-Pop zu begeistern weiß. Die Australierin Kat Frankie und der Kölner Chris Klopfer hatten bereits als Solo-Künstler Erfolg, bevor sie sich als Duo zusammentaten. Nachdem sie sich anfänglich via Dropbox austauschten, um ihre Songs zu schreiben und zu produzieren, lebt Kat inzwischen in Berlin, wo sie auch ein eigenes Studio betreibt. Der Song „Protected“ stammt im Wesentlichen aus ihrer Feder und überzeugt dank elektronischer Beats und leicht melancholischem Synthie-Pop. Ob es damit nach Schweden geht, entscheidet ihr.

Laura Pinski: „Under The Sun We Are One“

Die 19-jährige Laura Pinski hat ein ESC-erfahrenes Ass im Ärmel: Ralph Siegel hat ihren Song „Under The Sun We Are One“ komponiert und produziert. Der Altmeister und „Ein bisschen Frieden„-Hit-Maker ist zwar fast jedes Jahr mit einem ESC-Titel im Rennen, für sein Heimatland Deutschland nahm er jedoch zuletzt 2003 mit „Let’s Get Happy„, gesungen von Lou, teil. Ob Laura Pinski im Mai 2016 die Chance erhält, 34 Jahre später in Nicoles Fußstapfen zu treten, entscheidet ihr. Dass sie bereits in der Vergangenheit ein Publikums-Liebling war, zeigt ihr fünfter Platz bei der TV-Show „Das Supertalent“ im Jahr 2012.

Luxuslärm: „Solange Liebe in mir wohnt“

Vom Bundesvision Song Contest 2012 zum Eurovision Song Contest 2016:  Die Rock- und Pop-Band Luxuslärm aus dem nordrhein-westfälischen Iserlohn möchte mit ihrem Song „Solange Liebe in mir wohnt“ für uns nach Stockholm fahren. Damit würde sich so etwas wie ein Traum für die Band um Frontfrau Jini Meyer erfüllen. Gestartet als Coverband Blue Cinnamon, landete die Formation im Jahr 2008 mit neuem Namen und „1.000 Kilometer bis zum Meer“ ihren ersten Hit. Zahlreiche Auszeichnungen, TV-Auftritte und Touren folgen – die Chancen auf eine Reise in den Norden stehen also verdientermaßen sehr gut.

„Solange Liebe in mir wohnt“ erscheint am 25. Februar 2016.

Woods of Birnam: „Lift Me Up (From The Underground)“

Der kreative Kopf hinter dem Projekt Woods Of Birnam ist vorallem aus dem Kino und dem Theater bekannt: Christian Friedel überzeugte bereits als Hitler-Attentäter im Film „Elser„, als Lehrer im Streifen „Das weiße Band“ und als moderner „Hamlet“ auf der Bühne in Dresden. In dieser Inszenierung wird er auch erstmals von seiner Band Woods of Birnam begleitet. In 2014 folgt die erste EP, aus der sich Til Schweiger den Song „I’ll Call Thee Hamlet“ schnappt, um ihn zum Titelstück seines Kassenschlagers „Honig im Kopf“ zu machen. An Vorschusslorbeeren fehlt es dem Magdeburger also offensichtlich nicht.

„Lift Me Up (From The Underground)“ erscheint ebenfalls am 25. Februar 2016.

Tags: , , , , , , , , , , ,



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Back to Top ↑

  • Jetzt erhältlich

  • Jetzt bestellen