Messe & Event Foto: SWR/Márton Illés

23. Oktober, 2017

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Donaueschinger Musiktage: Musik tabulos neu gedacht

Wenn man es klein schreibt, kann „neue Musik“ alles sein, zum Beispiel das neue Album von Helene Fischer. Aber „Neue Musik“ – das ist etwas ganz anderes. Was genau, das war in den vergangenen Tagen in Donaueschingen zu hören zu und zu erleben. Gestern Abend gingen in dem Schwarzwaldstädtchen die diesjährigen Donaueschinger Musiktage zu Ende. Bei dem traditionsreichen Festival, bei dem einst Werke von Klassikern der Moderne wie Paul Hindemith, Alban Berg oder Arnold Schönberg uraufgeführt wurden, überschritten die Avantgardisten von heute fleißig Demarkationslinien von Stilen und Genres. Immer wieder loteten Komponisten wie der Ungar Márton Illés, die Amerikanerin Bunita Marcus oder die Italienerin Francesca Verunelli dabei sogar die Grenzen der Musik selbst aus. „Ungewöhnliche Orte, nie gehörte Klänge, neue Konzertformate haben die Besucherinnen und Besucher herausgefordert“, ließ SWR-Kultur-Programmdirektor Gerold Hug verlauten. Und er fügte hinzu: „Hier wird Musik tabulos neu gedacht.“ Tabulos klingt fast gefährlich, trotzdem: Respektable Skandale blieben aus. Viele Komponisten hätten einfach das Selbstbewusstsein der Neuen Musik hinterfragt und deren Möglichkeiten erweitert, fasst Festivalleiter Björn Gottstein zusammen. Sein Fazit: „Der Neuen Musik gehen weder die Fragen noch die Ideen aus.“
www.swr.de

Foto © SWR/Márton Illés

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