Kunst Foto: Propyläen Verlag

18. Juni, 2019

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Johann König: Bilder im Kopf

Johann König verlor als Kind bei einem Unfall fast vollständig seine Sehkraft. Heute ist er einer der wichtigsten deutschen Galeristen. In seinem Buch „Blinder Galerist“ beschreibt er seine ungewöhnliche Geschichte.

Die FAZ bezeichnete ihn als „Popstar unter den Galeristen“. Wie auch immer: Johann König gehört zu den Protagonisten des deutschen Kunsthandels. Kein Wunder, wird da so mancher denken, denn der Mann ist schließlich der Sohn von Kasper König, einem der einflussreichsten Persönlichkeiten in der Kunstszene der Nachkriegszeit. Andy Warhol, Isa Genzken, Jeff Koons – der 1981 geborene König d.J. hat einige der größten Künstler der vergangenen Jahrzehnte bereits als Kind kennengelernt. Bemerkenswert ist aber, dass er sich professionell mit bildender Kunst beschäftigt und diese verkauft, obwohl er nahezu nichts sieht. Dass das Etikett „blind“ nicht ausreicht, um in der Branche wirklich anerkannt und erfolgreich zu sein, muss hier nicht betont werden. Königs Credo lautet: „Die Bilder, die im Kopf entstehen, sind genauso wichtig wie die Bilder an der Wand.“ Seine ungewöhnliche Geschichte hat er aufgeschrieben – in dem Buch „Blinder Galerist“, soeben erschienen im Propyläen Verlag. Ungewöhnlich ist übrigens auch der Ort, an dem König seine Galerie betreibt: Es ist die St.-Agnes-Kirche, ein ehemaliges katholisches Kirchengebäude in Berlin-Kreuzberg.

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