Literatur Foto: Armgard Seegers

30. September, 2019

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„Drei Wünsche“: Karaseks märchenhafte Möglichkeiten

Laura Karasek sorgte im Sommer mit ihrer Talkshow „Zart am Limit“ bei ZDFneo für Aufsehen. Jetzt legt sie ihren zweiten Roman vor: „Drei Wünsche“. Ein Buch über die Abgründe zwischenmenschlicher Beziehungen.

Was Laura Karasek alles kann! Die meisten Texte über sie beginnen mit einer Aufzählung ihrer zahlreichen Talente, Tätigkeiten und Berufe – nicht ohne darin auch noch unterzubringen, dass sie die Mutter von Zwillingen ist. Bei ihren männlichen Kollegen lässt man die Erwähnung von Kindern meist unter den Tisch fallen. Bei Frauen ist das erfahrungsgemäß anders. Wie dem auch sei: Laura Karasek hat ihren zweiten Roman geschrieben, der vom Leben und Lebensgefühl von Frauen erzählt. In „Drei Wünsche“ (Eichborn) geht es um deren Hier und Jetzt, weshalb ihre Geschichten wohl auch im Präsens geschrieben sind. Drei Mitdreißigerinnen haben mit Mitdreißigerinnenproblemen zu kämpfen und Karasek bleibt dabei ganz nah bei ihren Figuren. So nah, dass es ganz so aussieht, als bliebe sie auch nah bei sich selbst. Und natürlich bleibt sie damit nicht zuletzt auch bei ihren Lesern. Autorin, Figuren, Leser – der Roman ist auf allen Ebenen dicht dran, so unmittelbar wie Literatur nur sein kann, sehr vertraut und dadurch berührend und authentisch. Letztlich ist es natürlich ein Buch über die Liebe und das Leben in Zeiten der unbegrenzten und geradezu märchenhaften Möglichkeiten.

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