Talkshow Foto: Radio Bremen/Frank Pusch

16. Oktober, 2019

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Anschlag in Halle macht Maffay „betroffen und wütend“

Bei „3nach9” sprach Peter Maffay gestern Abend über das Attentat in Halle und seine persönlichen Erfahrungen mit Fremdenfeindlichkeit.

Mit vielen hochkarätigen Gästen feierte die traditionsreiche Radio Bremen-Talkshow „3nach9” gestern ihre Premiere als „Talk am Dienstag“ im Ersten. Neben den Schauspielern Mario Adorf, Jörg Hartmann und Stephan Grossmann begrüßten Judith Rakers und Giovanni di Lorenzo u.a. Rockstar Peter Maffay. Dieser zeigte sich über den offenbar antisemitisch motivierten Terroranschlag in Halle letzte Woche entsetzt. „Es macht einen betroffen und wütend, dass in einer Demokratie wie unserer Dinge dieser Art passieren“, erklärte der Musiker. „Das verdeutlicht, wie sehr ein Teil unserer Gesellschaft dabei ist wegzudriften.“ Gleichzeitig räumte der in Rumänien aufgewachsene Sohn einer siebenbürgisch-sächsischen Mutter und eines ungarndeutschen Vaters ein, gegenüber Themen wie Ausländerfeindlichkeit und Rechtsextremismus besonders sensibel zu sein. Er selbst habe schon häufiger erlebt, irgendwo auf der Welt fremd zu sein. So seien er und seine Familie mitunter mit der abfälligen Bezeichnung „Rucksackdeutsche“ konfrontiert worden. „So bezeichnet zu werden, muss für jeden, den es getroffen hat, nicht angenehm gewesen sein. Das war es auch für uns nicht“, so Maffay.

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