Dokumentation

16. März, 2022

0

National Geographic dokumentiert Shackleton-Expedition

Die Expedtion „Endurance22“ unter Leitung des Meeresarchäologen Mensun Bound und des Polargeographen John Shears war erfolgreich. Sie entdeckten das über 100 Jahre verschollene Schiffswrack des britischen Forschers Ernest Shackleton. National Geographic zeichnet die spannende Geschichte in einer Dokumentation nach.

Die Nachricht sorgte Anfang dieses Monats nicht nur unter Polarforschern und Archäologen für Aufsehen: Nach mehr als 100 Jahren gelang es einem Team des Falklands Heritage Maritime Trust, das verschollen geglaubte Schiffswrack der „Endurance“ von Sir Ernest Henry Shackleton aufzuspüren. National Geographic hat nun eine Event-Dokumentation über die spektakuläre Expedition angekündigt, die voraussichtlich in diesem Herbst weltweit auf seinen TV-Kanälen und beim Streamingdienst Disney+ zu sehen sein soll.

Der britische Forscher Shackleton und seine Crew waren am 5. Dezember 1914 mit der „Endurance“ von der Insel Südgeorgien aus in Richtung Antarktis aufgebrochen. Das Schiff blieb jedoch im Meereis stecken. Shackleton und alle weiteren Teilnehmer der Expedition überlebten, mussten die „Endurance“ aber aufgeben. Sie sank am 21. November 1915 im Weddellmeer am antarktischen Kontinent und konnte nicht mehr aufgespürt werden. „Was das Eis einmal an sich gerissen hat, gibt es nicht wieder her“, ist als apodiktische Aussage von Shackleton überliefert. Die Faszination, die von der „Endurance“ ausgeht, blieb jedoch bis in die heutige Zeit ungebrochen. Schon mehrfach wurde die Geschichte fiktional aufbereitet, u.a. in einem preisgekrönten TV-Zweiteiler mit Kenneth Branagh in der Rolle des Shackleton.

Nun aber ist der Expedition „Endurance22“ unter der Leitung des Meeresarchäologen Mensun Bound und des Polargeographen John Shears in der Realität der entscheidende Durchbruch bei der Suche nach dem Wrack gelungen. Nach einer ersten erfolglosen Mission im Jahr 2019 nahm der Falklands Heritage Maritime Trust nun im Weddellmeer einen weiteren Anlauf. Der Einsatz Autonomer Wasserfahrzeuge (AUV) mit visueller Überwachungstechnik führte am 5. März 2022 zum Erfolg. Auf Videoaufnahmen erkannten die Forscher um Bound und Shears erste Details des Schiffswracks, darunter das hölzerne Deck, Bullaugen und sogar das Steuer. Als schließlich der Schriftzug „Endurance“ sichtbar wurde, waren auch die letzten Zweifel beseitigt.

Dank der eisigen Temperaturen, dem Mangel an Licht und dem niedrigen Sauerstoffgehalt des Wassers sei das legendäre Shackleton-Schiff „fast perfekt“ konserviert, heißt es von den Verantwortlichen der Expedition. Die britische Regisseurin Natalie Hewit wird die bahnbrechenden Ereignisse nun in dem Dokumentarfilm für die „Explorer“-Serie von National Geographic aufbereiten. Ebenfalls an der Produktion beteiligt sind History Hit, Little Dot Studios, Consequential und ABC News.

Foto © Esther Horvath/Falklands Maritime Heritage Trust

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , ,



Back to Top ↑

ronald paul yandere