Bei „3nach9“ traten Zwei-Sterne-Koch Tim Raue und seine Frau, die Kommunikationsexpertin Katharina Raue, erstmals gemeinsam in einer Talkshow auf. Im Gespräch mit Judith Rakers gewährten die beiden auch persönliche Einblicke in ihr Zusammenleben.
„Ich koche zu Hause seit einem Vierteljahrhundert nicht“, erklärte Tim Raue gleich zu Beginn seines Auftritts in der jüngsten Ausgabe der Radio Bremen-Talkshow „3nach9“. Gastgeberin Judith Rakers hatte von ihm und seiner Frau wissen wollen, was es abends zu essen gebe, wenn man einen Spitzenkoch zum Ehemann habe. „Er füttert mich immer ganz toll mit den besten Sachen der Welt. Die kommen nur nicht aus seiner Küche“, bestätigte Katharina Raue.
Bei Raues gebe es ausschließlich „Bringdienst“, so die Journalistin und Kommunikationsexpertin. Und auch sonst seien die Aufgaben klar verteilt: Katharina kümmere sich um die Wäsche, alles andere im Haushalt übernehme ihr Partner. Dabei habe Tim ganz klare Vorstellungen von Ordnung. „Ich bin eventuell leicht pedantisch veranlagt und möchte, dass die Dinge ihren Platz haben“, räumte er ein. Dass das Zusammenleben mit ihm schwierig sein könne, habe er Katharina von Anfang an gesagt – verbunden mit dem Versprechen: „Aber ich werde dich jeden Tag lieben, auf Händen tragen und schauen, dass es dir besser geht als mir.“ Und das schaffe er nun seit fast elf Jahren.
Einen einzigen Konfliktpunkt gebe es allerdings, verriet Tim Raue im Gespräch bei „3nach9“ – und zwar den Flughafen. Als Vielreisender wolle er nach Gepäckabgabe und Sicherheitskontrolle direkt zum Gate. „Ich muss pünktlich sein, ich bin Preuße.“ Seine Frau nimmt es offenbar gelassener. Einmal sei sie beim Duty-free stehen geblieben, während er bereits vom Gate aus verzweifelt anrief, schilderte Katharina Raue. Inzwischen hätten beide eine Lösung: „Ich kriege die Pässe und die Flugtickets, und er muss immer hinter mir gehen.“ Für die Rückreise von Bremen nach Berlin konnte Moderatorin Rakers das Paar beruhigen: „Ihr habt keine Flugreise vor euch“, stellte sie schmunzelnd fest, „sondern könnt mit dem Auto oder mit dem Zug fahren.“
