Ruth Moschner: „Fuck-it-List“ statt Bucket-List
Autorin und Moderatorin Ruth Moschner kündigt ein neues Buch an. Im Juni erscheint „Die Fuck-it-List-Challenge“. Darin hinterfragt sie alte Gewohnheiten und absurde Glaubenssätze, gesellschaftliche Zwänge und toxische Lebensregeln.
Wir leben im „Zeitalter der Selbstoptimierung“. Da geht’s um die Gestaltung des eigenen Körpers mithilfe von Fitness und Ernährung bis hin zu Neuro-Enhancement, man könnte auch sagen Hirndoping. Und wenn’s nicht klappt, dann ist man halt selbst schuld. Dann hat man sie eben nicht intensiv genug gewollt, die viel gefeierte beste Version seiner selbst. In der Folge wird die persönliche Bucket-List immer länger und die darauf geforderte Umsetzung immer anspruchsvoller. Auf einmal ist das Leben einfach nur noch anstrengend.
Ein solches Mindset geht der Autorin und Moderatorin Ruth Moschner offenbar ziemlich auf den Eimer. Sie plädiert für einen Abschied von der Bucket-List. Sie setzt dagegen auf eine „Fuck-it-List“. Was sie damit meint, hat sie aufgeschrieben: in ihrem neuen Buch „Die Fuck-it-List-Challenge“, das am 1. Juni im Knaur-Verlag erscheint.
„Fuck it“ und „Challenge“ – das scheint sich zunächst zu widersprechen. Doch angesichts der mittlerweile allgemein tiefsitzenden Ansprüche des Konzepts Selbstoptimierung ist eben die im Buchtitel zugespitzte Rutsch-mir-den-Buckel-runter-Haltung durchaus eine Aufgabe, deren Bewältigung ein echte Herausforderung sein kann.
Ruth Moschner fragt zunächst, wer sich all die bei näherem Hinsehen absurden Anforderungen eigentlich ausgedacht hat. Du musst ein krasses Hobby haben, Body und Outfit haben nichts weniger als perfekt zu sein, eine tolle Ehe und super Kinder, selbstverständlich ein richtig geiler Job und jede Menge Me-Time sind Pflicht – und all das im genau richtigen Mix, sonst hast du dein Leben nicht im Griff.
Die Autorin nimmt diverse Lebensregeln unter die Lupe und sprach bei der Recherche mit Expertinnen und Experten sowie Prominenten über Liebe, Familie, Geld und Karriere. Außerdem erzählt sie aus ihrem eigenen Leben und verrät ihre ganz persönlichen „Fuck-ist“. Dabei arbeitet sie luzide und humorvoll heraus, wie man gesellschaftliche Zwänge erkennen und toxische Lebensregeln ganz einfach streichen kann. Es geht um mehr Gelassenheit und ein möglichst selbstbestimmtes Leben.


