Film Festival Cologne: Werner Herzog im Interview
Filmemacher Werner Herzog hat mit seinem Dokumentarfilm „Ghost Elephants“ gerade die deutsche TV-Premiere gefeiert. Aus diesem Anlass hat das Film Festival Cologne ein ausführliches Video-Interview mit dem 83-Jährigen veröffentlicht, in dem er auch über sein neues Spielfilm-Projekt spricht.
Jeweils im Herbst widmet sich das Film Festival Cologne aktuellen Trends und Entwicklungen rund um das Thema Bewegtbild. Darüber hinaus sind die Kölner Festivalmacher ganzjährig online präsent und veröffentlichen u.a. regelmäßig Interviews mit namhaften Filmschaffenden auf dem Youtube-Kanal zur Veranstaltung.
Jüngster Beitrag in dieser Reihe ist ein gut halbstündiges Gespräch mit dem Regisseur, Autor, Schauspieler und Produzenten Werner Herzog. Dessen neuer Dokumentarfilm „Ghost Elephants – Die Geister im Hochland Angolas“ hat am vergangenen Wochenende seine deutsche TV-Premiere bei National Geographic WILD gefeiert und ist nun auch beim Streamingdienst Disney+ verfügbar.
Beim Film Festival Cologne 2025 hatte der legendäre Filmemacher „Ghost Elephants“ bereits vorgestellt und dort auch den Filmpreis Köln erhalten. Aus diesem Anlass entstand das jetzt veröffentliche Interview, in dem der 83-Jährige betont, dass er nicht nur wegen seines Lebenswerks ausgezeichnet werden wolle, sondern stets nach vorne schaue. Er arbeite weiter an neuen Projekten, darunter auch ein Spielfilm. „Der ist so wüst und außerhalb von erzählerischen und anderen Normen. Hollywood würde so etwas nie machen“, so Herzog. „Die würden sich auch nicht trauen, so etwas zu machen.“
Im Film Festival Cologne-Interview spricht der gebürtige Münchener, der seit 30 Jahren in den USA lebt, ausführlich über das in Afrika entstandene Projekt „Ghost Elephants“, aber auch generell über Dreharbeiten unter extremen Bedingungen und über seinen Einfluss auf junge Filmschaffende. Nicht zuletzt geht’s um Herzogs markante Stimme.
Auch bei „Ghost Elephants“ ist er wieder als Erzähler zu hören – und zwar sowohl in der deutschen als auch der englischen Sprachfassung. „Es ist ja nicht nur die Stimme, sondern auch die Inhalte. Das, was ich sage, das ist eigentlich das Entscheidende“, kommentiert der Routinier schmunzelnd. „Im Englischen ist das natürlich merkwürdig, weil ich ja einen bayerischen Akzent habe. Der ist aber voll akzeptiert worden in den USA. Die Leute lieben meine Stimme und verlangen danach.“


