Beim DW Global Media Forum diskutiert die Journalistin und Moderatorin Liz Shoo am 23. Juni und 24. Juni in Bonn u.a. mit ihrer türkischen Kollegin Elif Akgül und Jodie Ginsberg, CEO des Komitees zum Schutz von Journalisten, über Journalismus und Gesellschaft im Wandel. (Foto © DW Global Media Forum/Youtube)
Beim DW Global Media Forum diskutiert die Journalistin und Moderatorin Liz Shoo am 23. Juni und 24. Juni in Bonn u.a. mit ihrer türkischen Kollegin Elif Akgül und Jodie Ginsberg, CEO des Komitees zum Schutz von Journalisten, über Journalismus und Gesellschaft im Wandel.
In Zeiten allgemeiner Krisen sind unabhängige Medien wichtiger denn je. Doch auch die stecken in einer Krise, was dann wiederum zu weitreichenden Problemen für freie demokratische Gesellschaften führt. Schließlich sind Medien mehr als Informationsmaschinen. Die dort beschäftigten Journalistinnen und Journalisten schauen Staat, Regierungen und den mit ihnen verbundenen Institutionen auf die Finger. Das passt vielen nicht – auch deswegen gilt das Wort Krise ja auch für die Vierte Gewalt, den Journalismus. Es besteht also Redebedarf.
Vor diesem Hintergrund bittet die Deutsche Welle für den 23. Juni und 24. Juni zum DW Global Media Forum nach Bonn. Im dortigen World Conference Center kommen im ehemaligen Plenarsaal des Deutschen Bundestages Journalisten, Medien-Manager und Experten aus aller Welt zusammen, um über Pressefreiheit, verschiedenste Krisen und mögliche Lösungen zu sprechen. Hinzu kommen Vertreter von Politik und Kultur. Insgesamt werden rund 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 100 Ländern erwartet. Dabei haben die Veranstalter den Kongress unter ein selbstbewusstes Motto gestellt: „Journalism out loud“. Übertragen wird das Ganze bei Youtube.
Durch das vielfältige Programm führt die Journalistin und Moderatorin Liz Shoo. „An diesen beiden Tagen bringen wir im Bonner World Conference Center mutige Ideen, entscheidende Diskussionen und starke Stimmen zusammen“, so Shoo. „Zusammen wollen wir herausfinden, wie Journalismus in einer zunehmend komplexer werdenden Welt weiterhin entscheidend, meinungsstark und relevant bleiben kann.“
In der Eröffnungsdiskussion am Morgen sprach Shoo beispielsweise mit Jodie Ginsberg, CEO des internationalen Komitees zum Schutz von Journalisten (CPJ), das sich weltweit für Pressefreiheit und die Rechte von Journalisten einsetzt. Ginsberg konstatierte, dass Journalisten in der Vergangenheit nicht besonders gut darin gewesen seien, die Wertigkeit und Bedeutung ihrer Arbeit zu kommunizieren. Doch beispielsweise jetzt, angesichts des Irankrieges und des weitreichenden Ausbleibens unabhängiger Beichterstattung, spüre man, dass da etwas fehlt. Ginsberg betonte: „Journalism matters.“
Weitere Gäste und Speaker beim DW Global Media Forum sind u.a. die türkische freie Journalistin Elif Akgül, die Iranerin Hannah Kaviani von Radio Farda, Deutsche Welle-Intendantin Barbara Massing, HR-Programmdirektorin Julia Krittian, NRW-Medienminister Nathanael Liminski, re:publica-CEO Andreas Gebhard sowie der Journalist und Aktivist Eckart von Hirschhausen.
