HP_METROPOLIS_3_Gustav Fröhlich_Foto Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
Anfang 2027 jährt sich die Welturaufführung von Fritz Langs „Metropolis“ zum 100. Mal. Die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung will den frühen Science-Fiction-Klassiker mit u.a. Gustav Fröhlich aus diesem Anlass das ganze Jahr über feiern. Dabei soll u.a. eine neue 4K-Version in die Kinos kommen.
Der monumentale Stummfilm „Metropolis“ gilt als eines der bedeutendsten Werke der Filmgeschichte. Regisseur Fritz Lang war damit ein wesentlicher Wegbereiter für das Science-Fiction-Kino. Am 10. Januar 1927 erlebte die hoch budgetierte Produktion ihre Welturaufführung in Berlin. Wie die heutige Rechteinhaberin von „Metropolis“; die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, jetzt mitteilte, soll 2027 auf den Tag genau 100 Jahre später ein Jubiläumsjahr mit zahlreichen Aktivitäten eingeläutet werden.
Unter dem Motto „100 Jahre Metropolis“ seien u.a. Gala-Events mit neuen Musikkompositionen, Ausstellungen und Diskussionsveranstaltungen sowie die Veröffentlichung einer Sonderbriefmarke und einer Sondermünze geplant, heißt es in der Ankündigung. Filmtheater, Festivals und Kulturveranstalter seien eingeladen, das Jubiläum mit Special Screenings zu zelebrieren. Erstmals soll „Metropolis“ im zweiten Halbjahr 2027 auch in einer digitalen 4K-Version zur Verfügung stehen.
Basis hierfür ist die restaurierte Fassung der Murnau-Stiftung aus dem Jahr 2010, durch die „Metropolis“ erstmals seit Jahrzehnten wieder in weitgehend kompletter Form präsentiert werden konnte. Unmittelbar nach der Premiere 1927 war Langs gut zweieinhalbstündiges Werk vom Verleih um fast ein Viertel gekürzt worden. Die geschnittenen Szenen galten lange als unwiederbringlich verschollen, ehe 2008 in Buenos Aires doch noch eine fast vollständige Kopie auftauchte.
Fritz Lang erzählt in „Metropolis“ nach einem Drehbuch von Thea von Harbou die Geschichte der titelgebenden futuristischen Stadt, in der es eine strikten Klassentrennung gibt. Die Arbeiter werden von Metropolis-Erbauer Fredersen ausgebeutet und müssen ein Dasein unter der Stadt fristen, während über ihnen streng abgeschirmt die Reichen und Mächtigen leben. Als Fredersens Sohn gegen die Herrschaft seines Vaters aufbegehrt, hält dieser mit der Schaffung eines künstlichen Menschen dagegen. Der Roboter soll zu Kampf und Zerstörung aufrufen.
„,Metropolis‘ ist ein filmisches Jahrhundertwerk“, sagt Christiane von Wahlert, Vorstand der Murnau-Stiftung. „2027 soll der Film von Fritz Lang mit gebührender Aufmerksamkeit gefeiert werden. Ästhetisch innovativ, faszinierend und überwältigend, erzählt er von einer tief in arm und reich gespaltenen Gesellschaft, einer gefährlichen Künstlichen Intelligenz in Frauengestalt und einer vagen Hoffnung auf Versöhnung. Er wurde international die Blaupause vieler Science-Fiction-Filme.“ Das Jubiläum solle darüber hinaus verdeutlichen, „dass der Erhalt des deutschen Filmerbes eine wichtige kulturpolitische Aufgabe ist. Filme sind unser visuelles Gedächtnis.“
