HP_Knockout Club_Hövermann, Theiss, Posch_Foto Instagram_knockoutclub.podcast
Der bislang nur mit männlichen Gästen besetzte Kampfsport-Podcast „Knockout Club“ feiert eine Premiere: Als erste Frau im Talk-Ring begrüßen die Hosts Ken Hövermann und Christopher Posch die ehemalige Kickbox-Weltmeisterin, Moderatorin, Autorin und Medizinerin Dr. Christine Theiss.
Jede Woche laden der kampfsportbegeisterte Rechtsanwalt Christopher Posch und der ehemalige Judoka und heutige Geschäftsführer der Hamburger Reeperbahn-Kneipe „Zur Ritze“, Ken Hövermann, zu einer neuen Folge ihres Video-Podcasts „Knockout Club“ auf Youtube und Spotify ein. Bislang hatten sie aus dem Bereich des Kampfsports ausschließlich männliche Gäste. Das ändert sich in der jetzt erschienenen 26. Ausgabe mit einer Frau, die über Jahre hinweg das Gesicht des deutschen Kickboxens war: Christine Theiss spricht gut eine Stunde lang mit Posch und Hövermann über ihre außergewöhnliche sportliche Laufbahn und vieles mehr.
23 Mal gewann die heute 46-Jährige den Weltmeistertitel im Kickboxen, ihre Kämpfe wurden live in Sat.1 für ein Millionenpublikum übertragen. Und auch darüber hinaus gibt’s beim „Knockout Club“ im Boxring der „Ritze“ jede Menge zu erzählen. Immerhin ist Theiss auch promovierte Medizinerin und feierte zudem als Buchautorin sowie als Moderatorin und Coach in der TV-Show „The Biggest Loser“ Erfolge.
Nachdem sie bereits während des Studiums Erfahrungen als Kickboxerin gesammelt hatte, habe sie zu ihrem damaligen Trainer und Manager gesagt: „Wenn du es schaffst, dass ich so viel Geld verdiene wie als Assistenzärztin, dann mache ich weiter.“ Beide hätten einen Fünf-Jahres-Vertrag abgeschlossen, aber zunächst selbst nicht an den langfristigen Erfolg geglaubt. Doch es kam bekanntlich anders. „Wir haben es halt probiert und dann wurde da was draus“, erinnert sich Theiss im Podcast und fasst schmunzelnd zusammen. „Ich habe einen Beruf gemacht, den es vorher nicht gab: Profi-Weltmeisterin – und zwar so, dass man davon leben konnte.“
Das Gespräch im „Knockout Club“ dreht sich u.a. auch um die Unterschiede bei Kampfsport-Gagen, die Dreharbeiten zu „The Biggest Loser“ und darum, was sie in all den Jahren über Disziplin, Veränderung und Menschen gelernt hat. Für den Erfolg als Profi-Kickboxerin sei letztlich nicht nur ihre sportliche Leistung relevant gewesen, sondern das gesamte Auftreten.
„In den meisten Sportarten ist es so: Es hängt mit der Person zusammen“, führt Dr. Christine Theiss aus. „Bis auf Fußball, das ist wurscht, wie schlau du bist oder wie du ausschaust oder welchen Background du hast – wenn du da spielst, dann spielst du. Bei allen anderen Sportarten muss das Gesamtpaket stimmen. Es reicht nicht, dass du nur gut bist.“
