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Am 26. August startete in Köln die gamescom 2026 mit mehr als 1.600 Ausstellern und großem Andrang in den ersten regulären Messetag – zunächst nur für Fachbesucher. Tags drauf kam Bundespräsident Steinmeier und dann öffneten die Hallen auch für das breite Publikum.
Mit mehr als 50 Ankündigungen, Trailern und Release-Updates in gerade einmal zwei Stunden legte die gamescom 2026 in Köln bereits zum Start ein ordentliches Tempo vor. Schon die Opening Night Live am Dienstagabend hatte deutlich gemacht, warum die Messe zu den wichtigsten Treffpunkten der internationalen Games-Branche gehört. Rund 5.000 Fans verfolgten die Show direkt in der Event Arena, Millionen weitere waren per Livestream dabei.
Moderator Geoff Keighley und Co-Host Eefje „sjokz“ Depoortere hatten dabei jede Menge Weltpremieren im Angebot. Zu den Highlights gehörten neue Szenen aus dem Spiel „Final Fantasy VII Revelation“, ein Kampagnen-Trailer zu „Gears of War: E-Day“ inklusive Veröffentlichungstermin am 6. Oktober sowie Neuigkeiten zu „Silent Hill: Townfall“ und „The Witcher“.
Am gestrigen Mittwoch, dem ersten regulären Messetag für Fachbesucher, wurde es dann auch in den Hallen der Koelnmesse voll. Mehr als 1.600 Aussteller aus 67 Ländern präsentieren auf komplett ausgebuchter Fläche ihre Neuheiten. Schon am Vormittag bildeten sich vor vielen Ständen lange Schlangen. Wer die begehrtesten Spiele selbst ausprobieren wollte, musste teilweise mehrere Stunden Geduld mitbringen. Ab heute sind die Hallen nun auch für das breite Publikum geöffnet.
In Köln zeigt sich die Gaming-Welt in ihrer ganzen Bandbreite: Während in einem Teil der Messe Networking und Businessgespräche auf dem Programm stehen, ziehen ein paar Hallen weiter aufwendig kostümierte Cosplayer die Blicke auf sich. Wer nach dem Zocken noch Geld loswerden will, ist in den Merchandise-Hallen genau richtig: Zwischen Plüsch, Shirts und Fan-Kitsch findet sich dort alles, was das Gamer-Herz angeblich braucht.
Neben großen Namen wie Nintendo, Microsoft Xbox, Capcom, Krafton und CD Projekt Red gehören auch zahlreiche Streamer und Content-Creator wieder fest zum Messeprogramm. Der Hamburger Gaming-Sender Rocket Beans TV ist erneut mit einer eigenen Bühne vertreten und berichtet täglich live aus Köln. Am heutigen Nachmittag stehen u.a. kulinarische Messe-Delikatessen auf dem Prüfstand, für morgen ist ein Versteckspiel quer durch die gamescom-Hallen angekündigt. Direkt nebenan hat HandOfBlood mit seinem „Knabe Mix“ einen Stand aufgebaut. Zudem wird auch unter den Besucherinnen und Besuchern fleißig gefilmt, gestreamt und gepostet.
Dass die gamescom inzwischen weit mehr ist als eine riesige Produktschau, zeigte sich auch am Donnerstagmorgen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besuchte die Messe und würdigte Games als festen Bestandteil des kulturellen Lebens. Das alte Bild vom isolierten Spieler sei längst überholt: „Das Klischee des nerdigen Teenagers, der rund um die Uhr in seiner abgedunkelten Bude zockt, wird der Wirklichkeit nicht gerecht.“ Gleichzeitig mahnte Steinmeier zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Themen wie Spielsucht, Gewalt und extremistischen Inhalten.
Auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, der bereits bei der Opening Night Live vor Ort war, sieht in der Messe ein starkes Signal für den Standort. „Games sind weit mehr als ein Wirtschaftsfaktor: Sie eröffnen neue Welten, setzen Impulse und treiben Innovationen voran.“
Bis Samstag bleibt Köln damit fest in Gamer-Hand und das längst nicht nur auf dem Messegelände. Mit dem gamescom city festival zieht die Veranstaltung auch mitten in die Stadt und macht Köln für einige Tage zum Zentrum der Gaming-Welt.
