Kongress Vertreterinnen und Vertreter von Seven One Entertainment, Telekom, DAZN, ARD und Sky diskutierten am heutigen 11. Mai beim „Mediengipfel“ der Anga Com in Köln über die Zukunft von klassischem Fernsehen und On-Demand-Angeboten. Moderiert wurde die Runde von Medienberater Klaus Goldhammer. (Foto: Jörg Laumann)

11. Mai, 2022

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„Content-Gipfel“ der Anga Com: Kooperation statt Konfrontation

Vertreterinnen und Vertreter von Seven One Entertainment, Telekom, DAZN, ARD und Sky diskutierten am heutigen 11. Mai beim „Content-Gipfel“ der Anga Com in Köln über die Zukunft von klassischem Fernsehen und On-Demand-Angeboten. Moderiert wurde die Runde von Medienberater Klaus Goldhammer.

Beim „Content-Gipfel“ im Rahmen des Kongressprogramms der Breitband- und Medienmesse Anga Com in Köln diskutierten am heutigen Mittwoch, den 11. Mai Vertreterinnen und Vertreter von Sendern und Plattformanbietern über ihre Strategien für die Zukunft. Dabei wurde u.a. deutlich, dass die Marktteilnehmer nicht nur auf Konkurrenzkampf, sondern auch auf gezielte Kooperationen setzen.

Addressable TV mit großem Potenzial

So berichtete Nicole Agudo Berbel, Managing Director & Chief Distribution Officer der Seven One Entertainment Group, über die Zusammenarbeit ihres Unternehmens mit der Telekom im Bereich des „Addressable TV“. Dabei geht’s um die gezielte Aussteuerung von Fernsehwerbung auf Basis von Nutzerdaten. Die Kooperation mit der hierfür zuständigen Telekom-Agentur Magenta Ad Solutions sei „sinnvoll und zukunftsgerichtet“ und zudem „die erste dieser Art im deutschen Markt“, betonte Agudo Berbel.

Arnim Butzen, als SVP Business Unit TV & Entertainment bei der Telekom Deutschland u.a. zuständig für den Streamingdienst MagentaTV, bekräftigte ebenfalls, dass dieses Marktsegment große Chancen insbesondere für IPTV-Plattformen böte. Die Auswertung von Daten werde immer relevanter. „Wir haben schon jetzt einen recht guten Blick auf unsere Kunden“, so Butzen.

Lineare Ausstrahlung noch „auf Jahrzehnte“ wichtig

Auch im Content-Bereich sahen die Diskussionsteilnehmerinnen und -teilnehmer Kooperationen mit Mitbewerbern als sinnvolles Modell, um den veränderten Anforderungen gerecht zu werden. Gerade im Serienbereich, in dem durch den Markteintritt von Plattformen wie Netflix oder Amazon hoher Bedarf an attraktiven Programmen herrsche, sei es kaum noch möglich, die Produktionsbudgets nur mit den Mitteln aus dem Rundfunkbeitrag zu stemmen, erklärte ARD-Programmdirektorin Christine Strobl. Als Beispiel für eine auch international erfolgreiche Serie, bei der ein Kooperationsmodell bereits funktioniert habe, verwies sie auf das von ARD und Sky gemeinsam realisierte Serie „Babylon Berlin“.

Bei der Auswertung komme auch dem Streaming in der Mediathek wachsende Bedeutung zu, so Strobl. Aber auch die klassische lineare Ausstrahlung, insbesondere mit „Lagerfeuer-Programmen“ wie „Tatort“, „Sportschau“ oder der 20:00 Uhr-„Tagesschau“ werde „auf Jahrzehnte noch eine Rolle spielen“.

Foto © Jörg Laumann

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