Awards Am 26. Februar verlieh die GEMA in Berlin den Deutschen Musikautor*innenpreis. Zu den Höhepunkten des Abends gehörte die Verleihung des „Sonderpreises Inspiration“ an Udo Lindenberg. Die Laudatio hielt Joachim Król. Lindenbergs Empfehlung: „Rockstar ist ein geiler Beruf!“ (Foto © Brauer Photos/J. Harrell)

27. Februar, 2026

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GEMA ehrt Musikautor*innen und Udo Lindenberg dankte für den Honig

Am 26. Februar verlieh die GEMA in Berlin den Deutschen Musikautor*innenpreis. Zu den Höhepunkten des Abends gehörte die Verleihung des „Sonderpreises Inspiration“ an Udo Lindenberg. Die Laudatio hielt Joachim Król. Lindenbergs Empfehlung: „Rockstar ist ein geiler Beruf!“

„Ein geiler Abend!“, mit dieser Beurteilung stand Rock-Legende Udo Lindenberg am Donnerstag, den 26. Februar im Berliner Hotel „The Ritz Carlton“ nicht allein. Rund 600 Gäste aus Musik, Kultur, Medien und Politik waren zur Verleihung des insgesamt 17. Deutschen Musikautor*innenpreises der GEMA zusammengekommen und erlebten genau das, einen geilen Abend. Es gab einiges zu feiern – vor allem die ungebrochene Kreativität der Komponistinnen und Komponisten, der Texterinnen und Texter.

In sieben Kategorien waren insgesamt 26 Künstlerinnen und Künstler nominiert. Nach dem Prinzip „Autor*innen ehren Autor*innen“ hatte eine Fachjury der Akademie Deutscher Musikautor*innen (ADMA) ihre Entscheidungen gefällt.

In der Kategorie „Komposition Audiovisuelle Medien“ zeichnete die Jury John Gürtler und Jan Miserre aus, die u.a. die Musik zu dem gerade in den Kinos angelaufenen Film „Sie glauben an Engel, Herr Drowak?“ schrieben. Der Preis für „Komposition Educational Music“ ging an den Komponisten, Autor und Kompositionspädagogen Thomas Taxus Beck. Die an den Schnittstellen von Neuer Musik und Performance arbeitende Julia Mihály erhielt den Deutschen Musikautor*innenpreis für den Bereich „Musiktheater/Bühne“.

Die Auszeichnung für „Neoclassic/Crossover“ nahm die Pianistin Lisa Morgenstern entgegen, die für „Komposition Hip-Hop“ der Produzent und Komponist Benjamin Bazzazian, der u.a. durch seine Zusammenarbeit mit dem Rapper Haftbefehl Akzente setzte. Preisträgerin in der Kategorie „Text Chanson/Kabarett“ ist die Sängerin, Texterin und Schauspielerin Anna Mateur. Schließlich erhielten Nina Kummer, Lotta Kummer und Johann Bonitz von der Band Blond den Preis für „Text Singer-Songwriter“.

Mit dem Nachwuchspreis des Deutschen Musikautor*innenpreises ehrte die Jury in der Sparte „Ernste Musik“ die Komponistin, Bratschistin und Improvisatorin Lauren Siess und in der Sparte „Unterhaltungsmusik“ den Schauspieler und Songwriter Dominik Hartz. Die beiden Auszeichnungen dieser Kategorie sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert.

Für sein Lebenswerk wurde der Kölner Komponist York Höller geehrt. Das Œuvre des 82-jährigen, mittlerweile erblindeten Künstlers umfasst u.a. bahnbrechende Werke wie die Oper „Der Meister und Margarita“. „Erfolgreichstes Werk 2025“ ist der Song „Tau mich auf“ von Zartmann. Der Berliner Singer-Songwriter schrieb ihn gemeinsam mit den Co-Autoren David Bonk (DaJu), Moritz Dauner, Jonas Kraft (Cuffa) und Aaron Lovac (Drumla).

Mit dem „Sonderpreis Inspiration“ würdigte die GEMA das Schaffen von Deutschrock-Legende Udo Lindenberg. „Einzigartige Stilistik, ikonisch Prägnanz, höchste Inspirationsquelle für Unzählige“, zitierte Laudator Joachim Król die Begründung des GEMA-Aufsichtsrats und bestätigte kraftvoll: „Yes!“ Der Schauspieler erinnerte an eine frühe persönliche, eher zufällige Begegnung mit dem Preisträger und dankte ihm für seine Musik, seine starken klaren Worte und die Inspiration. Króls Aufforderung an Lindenberg: „Walk on!“

Unter Standing Ovations tanzte der Preisträger anschließend auf die Bühne. „So viel Honig, da muss man erst mal mit klarkommen“, so der Musiker, der im Mai seinen 80. Geburtstag feiert. „Immer wieder auf dem Sprung, neue Dinger machen, klare Sache, Experimentator, Pionier – und das will ich auch bleiben“, so Lindenberg über Lindenberg. „Wir sind ja vom Club der Hundertjährigen und da kann man noch einiges machen“, ergänzte er und kündigte Tickets für ein Konzert im Jahr 2046 an.

In seiner launigen Dankesrede nannte er u.a. Hermann Hesse, Elvis Presley, Count Basie und Miles Davis als seine eigenen, frühen Inspirationsquellen. Mittlerweile spiele aber auch die Zusammenarbeit mit den „jungen Wilden“ von heute eine große Rolle. Und er stellte fest: „Rockstar ist ein geiler Beruf! Das empfehle ich auch jedem.“

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