Eine neue Ausgabe des Talkshow-Klassikers „3nach9“ läuft am 17. Juli im Radio Bremen/NDR Fernsehen sowie bei WDR und HR. Zu Gast sind u.a. Spitzenkoch Alexander Herrmann, Psychologe Leon Windscheid, Schauspieler Walter Sittler und dessen Frau, die Regisseurin Sigrid Klausmann. Foto © Radio Bremen/Matthias Hornung
Eine neue Ausgabe des Talkshow-Klassikers „3nach9“ läuft am 17. Juli im Radio Bremen/NDR Fernsehen sowie bei WDR und HR. Zu Gast sind u.a. Spitzenkoch Alexander Herrmann, Psychologe Leon Windscheid, Schauspieler Walter Sittler und dessen Frau, die Regisseurin Sigrid Klausmann.
Als Mitwirkender in Formaten wie „The Taste“ oder „Promi Taste“ gehört Alexander Herrmann zu den bekanntesten Köchen in Deutschland. Sein erstes eigenes Geld verdiente der heute 55-Jährige allerdings bei den Bayreuther Festspielen. Das verrät er Gastgeber Giovanni di Lorenzo in der aktuellen Ausgabe der Radio Bremen-Talkshow „3nach9“.
Herrmann wuchs im oberfränkischen Wirsberg im Hotel seiner Familie auf, in dem er heute ein Zwei-Sterne-Restaurant betreibt. Nicht weit davon entfernt liegt der berühmte „Grüne Hügel“, der alljährlich zum Treffpunkt von Opernliebhabern aus aller Welt wird. „In der Richard-Wagner-Festspielzeit, wenn internationale Gäste immer für Bayreuth angereist sind, habe ich Koffer getragen“, so Herrmann in der Talkshow. „Wenn du die schweren Koffer der Damen trägst“, sei es wichtig gewesen, beim Absetzen einmal leicht zu stöhnen. In der Folge hätten besagte Damen den sie jeweils begleitenden Mann mitleidig angeschaut, „dass er mir fünf Mark Trinkgeld gibt“.
Auf diese Weise habe er im Laufe eines Festspielmonats schließlich „zwischen 300 und 400 Mark“ verdient. „Das war natürlich Freiheit“, führt der Starkoch aus. „Ich konnte mir Dinge kaufen, die pädagogisch nicht wertvoll waren: Ninja-Wurfsterne, Rambo-Überlebensmesser.“ Von diesem „Vermögen“ habe seine Familie nichts gewusst. Er habe sich auf diese Weise Träume erfüllt.
Im Laufe seines Lebens wurde Alexander Herrmann allerdings auch mit einigen Schicksalsschlägen konfrontiert. So verlor er mit neun Jahren seine Eltern durch einen Unfall. Später mussten sein eigenes Kind und er selbst jeweils eine Krebserkrankung überstehen. Auf die Frage, wie er bei all dem seinen Weg weitergehen konnte, antwortet er im Studio an der Weser: „Es passieren einfach Dinge, du kannst das nicht ausschließen. Die Achterbahn des Lebens hört ja nicht auf.“ Außerdem gelte für ihn: „Der Schicksalsschlag ist nur ein Teil des Lebens.“ Er denke nicht: „Was, wenn?“, sondern vielmehr „Selbst, wenn!“
Die vorab aufgezeichnete „3nach9“-Ausgabe mit dem Moderations-Duo Judith Rakers und Giovanni di Lorenzo wird am Freitag, den 17. Juli um 22:00 Uhr im Radio Bremen/NDR Fernsehen sowie in den Fernsehprogrammen von HR und WDR ausgestrahlt. Weitere Gäste sind die Regisseurin Sigrid Klausmann und der Schauspieler Walter Sittler, der Stand-up-Comedian Moritz Neumeier, der Bestatter Luis Bauer, die Klippenspringerin Iris Schmidbauer sowie der Psychologe Leon Windscheid.
