Große Freude herrschte bei den Spitzenköchen Ali Güngörmüş, Alexander Kumptner und Frank Rosin sowie south&browse-Geschäftsführerin Nikola Kohl und Executive Producer Oliver Hedderich. Sie bekamen für das Factual-Entertainment-Format „Roadtrip Australien“ den Deutschen Fernsehpreis. Foto © RTL/Julia Feldhagen
Große Freude herrschte bei den Spitzenköchen Ali Güngörmüş, Alexander Kumptner und Frank Rosin sowie south&browse-Geschäftsführerin Nikola Kohl und Executive Producer Oliver Hedderich. Sie bekamen für das Factual-Entertainment-Format „Roadtrip Australien“ den Deutschen Fernsehpreis.
Beim Deutschen Fernsehpreis 2026 sind alle Entscheidungen gefallen. Nach dem Auftakt mit der „Nacht der Kreativen“ am Dienstag folgte am gestrigen Mittwoch die große TV-Gala im Kölner Confex-Center, bei der die übrigen 18 der insgesamt 29 Auszeichnungen vergeben wurden. Entertainerin Barbara Schöneberger, die bereits zum neunten Mal die Moderation übernahm, eröffnete die von RTL übertragene Award-Show mit einer energiegeladenen Performance und einer prominenten Duettpartnerin: Die bulgarische ESC-Gewinnerin Dara stand in Köln mit auf der Bühne – und das sogar an ihrem 28. Geburtstag.
In der Betrachtung nach Sendern dominierten die Öffentlich-Rechtlichen die 27. Verleihung des Deutschen Fernsehpreises. An den beiden Abenden gingen insgesamt neun Auszeichnungen an die ARD und acht an das ZDF. Vier Fernsehpreise verbuchte RTL Deutschland, während sich ProSiebenSat.1 und Netflix jeweils zwei Mal in die Gewinnerliste eintrugen. Jeweils eine Auszeichnung ging an MagentaTV, Disney+, HBO Max und Welt.
Der Journalist, Autor und Produzent Stephan Lamby, der in diesem Jahr erstmals den Vorsitz der Jury des Deutschen Fernsehpreises innehatte, bilanzierte: „Wir sehen, dass die Branche unter wachsendem Druck steht. Umso mehr hat die Jury sich gefreut, zu wie viel Exzellenz sie weiterhin in der Lage ist. Und besonders haben wir uns gefreut, wenn Kreative neue Wege beschritten haben.“
Für zwei Produktion gab‘s diesmal eine doppelte Auszeichnung: Nachdem der ARD-Spielfilm „Die Nichte des Polizisten“ bereits im Rahmen der „Nacht der Kreativen“ in den Kategorien „Bestes Buch“ (Rolf Basedow, Nicole Armbruster, Gabriela Sperl) und „Beste Montage“ (Anna Nekarda)ausgezeichnet worden war, gelang dies bei der TV-Gala auch der ZDFneo-Serie „Chabos“. Hierfür gab’s den Preis als „Beste Comedy-Serie“ und den Förderpreis für das junge Ensemble mit Nico Marischka, Jonathan Kriener, Arsseni Bultmann und Loran Alhasan.
Einen seltenen Erfolg feierte Kabel Eins. Der Privatsender wurde für „Roadtrip Australien“ mit den Spitzenköchen Frank Rosin, Alexander Kumptner und Ali Güngörmüş in der Kategorie „Bestes Factual Entertainment“ geehrt und bekam damit laut DWDL.de überhaupt erst zum zweiten Mal in der Sendergeschichte den Deutschen Fernsehpreis (nach „Stellungswechsel“ im Jahr 2011).
Darüber hinaus tauschte auch Moderatorin Barbara Schöneberger vorübergehend das Mikrofon mit einer Trophäe: Ihre neue RTL-Show mit Stefan Raab, „Wer weiß wie wann was war?“, erhielt den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Beste Unterhaltung Show“. Weitere Trophäen u.a. an den bereits im Vorfeld als Ehrenpreisträger bekannt gegebenen Peter Kloeppel, das ZDF-Biopic „Olivia“ („Bester Fernsehfilm/Mehrteiler“), die ARD-Serie „Hundertdreizehn“ („Beste Drama-Serie“) und das neue Format „Next Stop Köster“ aus der Reihe „heute show extra“ („Beste Comedy Late Night“).
Bei den Sportsendungen wurde MagentaTV für die Berichterstattung über die bislang umfangreichste Fußball-Weltmeisterschaft aller Zeiten geehrt. Zum Team hierbei zählt auch Laura Wontorra, die darüber hinaus die Trophäe für die „Beste Moderation/Einzelleistung Unterhaltung“ bei „Deutschland sucht den Superstar“ (RTL) erhielt. Der Sport-Fernsehpreis ist für MagentaTV die dritte Auszeichnung in Folge in dieser Kategorie. In den Jahren zuvor war die Telekom-Plattform für die Übertragungen der Deutschen Eishockey Liga (DEL) und der Basketball-WM der Männer ausgezeichnet worden.
