Kolumne Am Donnerstagabend verlieh die GEMA in Berlin den Deutschen Musikautor*innenpreis. Kick-Media-Vorstandschef Alexander Elbertzhagen war vor Ort und freute sich mit den Preisträgerinnen und Preisträgern – und mit dem Team der Kick-Media-Firma Position Public Relations, die sich um die Medienarbeit zu diesem höchst glanzvollen Event kümmerte. Einer der vielen besonderen Momente des Abends war zweifellos der Auftritt von Altmeister Udo Lindenberg (im Hintergrund der hier abgebildeten Szene hat Position-Mitarbeiter Axel Terporten mit strengem Blick alles im Griff). Heute Abend drückt Elbertzhagen die Daumen für den deutschen ESC-Vorentscheid. Und er hat eine klare Favoritin. (Foto © Kick-Media)

28. Februar, 2026

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GEMA und ESC feiern die Power der Musik!

Am Donnerstagabend verlieh die GEMA in Berlin den Deutschen Musikautor*innenpreis. Kick-Media-Vorstandschef Alexander Elbertzhagen war vor Ort und freute sich mit den Preisträgerinnen und Preisträgern – und mit dem Team der Kick-Media-Firma Position Public Relations, die sich um die Medienarbeit zu diesem höchst glanzvollen Event kümmerte. Einer der vielen besonderen Momente des Abends war zweifellos der Auftritt von Altmeister Udo Lindenberg (im Hintergrund der hier abgebildeten Szene hat Position-Mitarbeiter Axel Terporten mit strengem Blick alles im Griff). Heute Abend drückt Elbertzhagen die Daumen für den deutschen ESC-Vorentscheid. Und er hat eine klare Favoritin.

Liebe Freundinnen und Freunde des smalltalk,

was ist das Besondere an dem Rock-Klassiker „Nutbush City Limits“? Brian Johnson beschreibt in seiner Autobiografie, wie er den Song 1980 bei seiner Bewerbungssession für AC/DC sang. Auch das hat wohl dazu beigetragen, dass er damals den Job bei den australischen Hardrockern bekam. Vor allem aber ist das über 50 Jahre alte Stück der größte Hit, den Musiklegende Tina Turner selbst geschrieben hat. Die meisten ihrer Songs stammen ja nicht aus ihrer Feder. Was kein Makel ist.

Nicht jeder großartige Performer ist auch ein großartiger Komponist. Und das muss er auch nicht sein. Denken Sie nur an „My Way“ von Frank Sinatra. „The Voice“ hat diesen Klassiker zwar nicht geschrieben (die Musik des französischen Originals stammt von Jacques Revaux und Claude François, den englischen Text hat sich Sinatras jüngerer Kollege Paul Anka ausgedacht), aber mit seiner Interpretation machte er ihn unsterblich. Auch dieses Beispiel zeigt: Ohne die Menschen, die sich Melodien, Akkorde und Arrangements, Verse und Refrains ausdenken geht es nicht.

Genau auf diese kreativen Köpfe konzentrierte die Verleihung des Deutschen Musikautor*innenpreises am Donnerstagabend in Berlin die öffentliche Aufmerksamkeit. Dies war der Abend der Komponistinnen und Komponisten, der Texterinnen und Texter, der Abend der heimlichen Herrscher des Musikschaffens. Heimlich, weil sie meist im Hintergrund bleiben. Während die Interpretinnen und Interpreten als Königinnen und Könige im Rampenlicht stehen und dort dafür sorgen, dass musikalische und lyrische Ideen für das Publikum hörbar und erlebbar werden.

Die Vorstellung einer Personalunion von Performer und Urheber ist ohnehin nicht selbstverständlich. In der Popmusik hat sich dieses Konzept mit den Beatles durchgesetzt. In der sogenannten Ernsten Musik ist die Trennung von Komposition und Interpretation bis heute eher der Normalfall. Bach, Mozart, Beethoven oder Wagner können ihre Werke ja nun mal nicht mehr selbst vortragen. Aber die Grenzen sind wie immer fließend. Neoklassik-Star Ludovico Einaudi tritt mit seinen Stücken immer noch selbst auf. Gleiches gilt für den diesjährigen Oscar-Kandidaten Max Richter.

Dagegen hält sich York Höller, der am Donnerstag bei der Verleihung des Deutschen Musikautor*innenpreises für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde, eher zurück. Mit seinen 82 Jahren ist er eine zentrale Komponistenpersönlichkeit unserer Zeit, ein Künstler, der, so die Jury, die Neue-Musik-Szene und den „konventionellen“ Musikbetrieb versöhnt. Höller gehört in jedem Fall zu den stillen Weltstars der deutschen Musik.

Der Award mit der Bezeichnung „Sonderpreis Inspiration“ ging am Donnerstag an Udo Lindenberg. Kein Wunder, denn als großer Inspirator hat er die deutschsprachige Rock- und Popmusik geprägt wie kein anderer. Das gilt nicht zuletzt für die Sprache selbst. Seine Songtexte haben die deutsche Alltagssprache nicht nur authentisch abgebildet, sondern auch verändert. Und das seit den 70ern. Ich schätze Udo als wunderbaren Menschen, herausragenden Songwriter und perfekten Performer. Ihn bei der Verleihung des Deutschen Musikautor*innenpreises wiederzutreffen, hat mich sehr gefreut.

Ausrichterin des Awards ist die GEMA, also die „Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte“. Rechtlich gesehen handelt es sich dabei um einen Verein. Dessen Aufgabe ist es, die Copyrights der mehr als 100.000 Mitglieder zu verwalten. Und er sorgt dafür, dass diese als Urheberinnen und Urheber auch die ihnen zustehenden Tantiemen erhalten. Da es leider viele Leute gibt, die mit dem Wort „Copyright“ nicht besonders viel anfangen können, ist die Arbeit der GEMA für jeden Musikschaffenden, der komponiert und textet, überlebenswichtig. Und auch das hat einen Preis verdient.

Ich wünsche Ihnen ein weiterhin schönes Wochenende!

Alexander Elbertzhagen
(Herausgeber smalltalk)

PS: Am vergangenen Wochenende habe ich mir im Kino eine deutsche Komödie angeschaut. „Extrawurst“ von Marcus H. Rosenmüller. Cineastisch betrachtet sind Filme wie diese zwar meist nicht gerade Oscar-verdächtig – dafür aber durchaus unterhaltsam. Weil sie den Humor der Deutschen treffend treffen. Vielleicht sind wir einfach ein Volk, das vorhersehbare Gags mag. Die beiden versierten Kölner „Stromberg“-Autoren Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob haben bei „Extrawurst“ vieles richtig gemacht. Das gilt zum Beispiel für die Konzeption der Slapstick-Szenen und den finalen Twist. Ich gebe zu: Ich fühlte mich gut unterhalten.

PPS: Unter dem Titel „Eurovision Song Contest – Das Deutsche Finale 2026“ läuft heute Abend um 20:15 Uhr in der ARD der deutsche Vorentscheid zum ESC. Die von der Kick-Media-Firma Pool Position gemanagte Barbara Schöneberger moderiert gemeinsam mit Hazel Brugger. Außerdem gehört „unsere“ Sarah Engels zu den neun Acts, die sich um das Ticket nach Wien bewerben. Sarah ist absolut on „Fire“. Mit dem gleichnamigen Titel gibt sie alles. Ich mag den Song einfach. Ich mag Sarah, ich mag ihre Performance. Und ich drücke ihr ganz fest die Daumen…

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