Talkshow In der aktuellen Ausgabe der ARD-Talkshow „Maischberger“ am 3. März ist u.a. Gisèle Pelicot zu Gast. Die Französin, die durch ihren Mann zum Opfer systematischer Vergewaltigungen wurde, spricht u.a. über ihre Erfahrungen im Prozess und ihr heutiges gesellschaftliches Engagement. (Foto © WDR/Oliver Ziebe)

3. März, 2026

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„Maischberger“: Gisèle Pelicot will anderen Opfern Mut machen

In der aktuellen Ausgabe der ARD-Talkshow „Maischberger“ am 3. März ist u.a. Gisèle Pelicot zu Gast. Die Französin, die durch ihren Mann zum Opfer systematischer Vergewaltigungen wurde, spricht u.a. über ihre Erfahrungen im Prozess und ihr heutiges gesellschaftliches Engagement.

Der Fall von Gisèle Pelicot, die jahrelang regelmäßig von ihrem Ehemann betäubt und von dutzenden fremder Männer vergewaltigt wurde, sorgte weit über Frankreich hinaus für Aufsehen. Seit dem viel beachteten öffentlichen Prozess, in dem Freiheitsstrafen von bis zu 20 Jahren gegen die Täter verhängt wurden, kämpft Pelicot für ein gesellschaftliches Umdenken im Umgang mit Vergewaltigungen – und für mehr Unterstützung für die Opfer von sexualisierter Gewalt. Über ihr Engagement spricht sie in einem exklusiven Interview mit Moderatorin Sandra Maischberger, das am heutigen Dienstag, den 3. März ab 22:50 Uhr in der ARD-Talkshow „Maischberger“ gezeigt wird.

„Es war ein Prozess gegen die Feigheit und gegen das Leugnen“, sagt Gisèle Pelicot in dem Gespräch. „Genau das strahlten diese Männer aus. Vergewaltigung war für diese Männer kein Verbrechen. Die 73-Jährige betont auch, dass sie inzwischen wieder Lebensfreude gefunden habe: „Heute erlaube ich mir glücklich zu sein. Ich habe ein Recht darauf.“

Auch mit ihrer Autobiografie „Eine Hymne an das Leben“ wolle sie Frauen und Mädchen Mut machen, betont Pelicot im Interview mit Gastgeberin Maischberger. „Ich kann es gut verstehen, wenn Opfer sich nicht trauen, Anzeige zu erstatten, sogar, wenn sie Beweise haben“, führt sie aus. „Aber sie dürfen auf keinen Fall ihr Selbstvertrauen verlieren, denn das wäre eine doppelte Strafe.“

Ein weiteres Thema in der heutigen Ausgabe von „Maischberger“ ist die aktuelle Situation im Nahen Osten nach den Angriffen von Israel und den USA auf den Iran. Darüber diskutieren der ehemalige FDP-Generalssekretär Bijan Djir-Sarai und die BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht, die beide einen biografischen Bezug zum Iran haben. Darüber hinaus widmet sich eine dreiköpfige Runde aus ARD-Wirtschaftsexpertin Anja Kohl, dem stellvertretenden „Bild“-Chefredakteur Paul Ronzheimer und dem „Stern“-Chefredakteur Gregor Peter Schmitz weiteren aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen.

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