Thomas Müller bei Kerner: „Ich hatte keinen Plan B“
Im Münchener Rathaus traf Moderator Johannes B. Kerner den Fußball-Weltmeister Thomas Müller für sein Talkformat „Bestbesetzung“. Das Gespräch, in dem es u.a. um Müllers Abschied vom FC Bayern und sein neues Leben in Kanada geht, ist seit dem 26. März bei MagentaTV verfügbar.
Mit 35 gewonnenen Titeln gilt Thomas Müller als der erfolgreichste deutsche Fußballspieler aller Zeiten. Über die Anfangstage seiner Karriere, seinen sportlichen Neubeginn bei den Vancouver Whitecaps und vieles mehr spricht er mit Moderator Johannes B. Kerner in einer neuen Ausgabe der Talk-Reihe „Bestbesetzung“. Das knapp einstündige Gespräch ist seit dem heutigen Donnerstag, den 26. März exklusiv bei MagentaTV+ abrufbar und steht auch kostenlos und ohne Login auf magenta.tv zur Verfügung.
Müller spricht mit Kerner offen über seinen unfreiwilligen Abschied vom FC Bayern München im vergangenen Sommer. Eine solche Entscheidung müsse man als Leistungssportler grundsätzlich akzeptieren, findet der 36-Jährige. Bei den Bayern-Verantwortlichen habe es allerdings offenbar einen Meinungsumschwung gegeben, über den er sich nicht ausreichend informiert fühlte.
„Aus Vereinsperspektive wurde ich nicht perfekt mitgenommen“, sagt Müller. „Der Abschied selbst war dann aber eigentlich schon sehr harmonisch. Ich habe die Wertschätzung von allen Beteiligten gespürt.“ Somit scheint auch eine spätere Rückkehr nicht ausgeschlossen. Womöglich als Sportdirektor? „Ich bin ein Nichts-Ausschließer“, entgegnet der Routinier auf eine entsprechende Nachfrage von Kerner. „Ich lasse das einfach auf mich zukommen. In meinem Leben habe ich es immer mal wieder hinbekommen, durch eine Tür zu gehen, wenn ich das wollte – auch wenn sie nur einen Spalt offen war.“
Müller, der als Elfjähriger von seinem Heimatverein TSV Pähl zum FC Bayern wechselte, blickt auch auf die Anfänge seiner Karriere zurück. Er habe zwar sein Abitur als „Auffangnetz“ gemacht, sich aber aufgrund der guten Perspektive schon frühzeitig auf den Fußball als berufliches Ziel konzentriert, berichtet er. „Ich hatte keinen Plan B.“ Hohe Leistungsbereitschaft sei wichtig und letztlich auch die Grundlage für seine Karriere gewesen, führt Müller aus. „Am Ende sitze ich hier, weil ich auch bereit war, Risiken einzugehen und auf Dinge zu verzichten. Fünf Mal in der Woche Training neben der Schule. Also, in der Shisha-Bar war ich selten.“
Dass er bei der anstehenden WM in den USA, Kanada und Mexiko noch einmal für die Nationalmannschaft auflaufen könnte, ist unterdessen kein Thema für Müller. Er halte es für unrealistisch, dass Bundestrainer Julian Nagelsmann in derartige Personalnöte geraten könnte, dass sein Einsatz erforderlich sei. „Also, wenn er mich anruft, dann hat er eine Meise. Dann hat er wirklich ein Problem. Wie viele müssten denn da ausfallen? 15?“ Dennoch zeigt sich Thomas Müller, der bei der WM als MagentaTV-Experte auftreten wird, in „Bestbesetzung“ auf den Ernstfall vorbereitet. Augenzwinkernd bekundet er: „Ich habe die Fußballschuhe dabei.“


