Deutscher Fernsehpreis: Stephan Lamby übernimmt Jury-Vorsitz
Bereits seit Jahresbeginn begutachtet die Jury des Deutschen Fernsehpreises die herausragenden Leistungen in TV und Streaming. Zu dem 14-köpfigen Gremium gehören u.a. der neue Vorsitzende Stephan Lamby sowie Laura Karasek, Maria Gresz, Isabel Schayani, Natalie Müller-Elmau und Alexander Krei.
Wie gut ist das deutsche Fernsehen? Antworten gibt am 8. und 9. September in Köln der Deutsche Fernsehpreis. Vor dem Hintergrund des auch in der Bewegtbildbranche intensiven digitalen Transformationsprozesses werden dabei lineare und non-lineare Inhalte, klassisches TV und die Angebote aus dem Streaming-Bereich, zusammengedacht.
Die Entscheidungen über die Nominierungen und die Preisvergabe fällt eine unabhängige Fachjury aus allen Bereichen des Fernsehschaffens. Wie die Organisatoren heute mitteilten, hat deren Vorsitz in diesem Jahr erstmals der vielfach preisgekrönte Journalist, Autor, Produzent und Dokumentarfilmer Stephan Lamby übernommen. Er folgt auf den früheren UFA-Chef Wolf Bauer, der dieses Amt für den Deutschen Fernsehpreis der Jahre 2019 bis 2025 innehatte.
„Die Qualität von Fernsehprogrammen zu bemessen, ist gerade in diesem Jahr mehr als die Beurteilung von Kreativität und Erfolg“, betont Stephan Lamby. „Mehr denn je geht es um inhaltliche Relevanz, um die Darstellung und Analyse der bedeutenden Themen unserer Gegenwart. Dass das Fernsehen als Leitmedium hier die wichtige Aufgabe der Information und Einordnung, aber auch der Unterhaltung hat, liegt auf der Hand.“
Hierbei für rund 30 Kategorien die herausragenden Leistungen des Jahres zu identifizieren, sei eine anspruchsvolle Aufgabe. „Deshalb bin ich sehr froh, ebenso kenntnisreiche wie engagierte Jury-Kolleginnen und -Kollegen an meiner Seite zu wissen“, so Lamby. Das Gremium tage bereits seit Jahresbeginn.
Neben dem neuen Vorsitzenden gehören der Jury in diesem Jahr an: Meikel Giersemehl, (Produzent, geschäftsführender Gesellschafter, MoveMe), die Produzentin und Moderatorin Maria Gresz (SPIEGEL TV Magazin), Daniel Guhl (Lead MagentaTV+), Florian Hellenkamp (Bereichsleiter Strategische Programmplanung von RTL, RTL+ und VOX), Hanna Huge (Co-Gründerin und Product Lead Serienjunkies.de), die Moderatorin, Schriftstellerin und Anwältin Laura Karasek, der Medienjournalist Alexander Krei (DWDL.de), Ulrike Leibfried (Produzentin und Geschäftsführerin, Area 46 ), Natalie Müller-Elmau (ZDF-Bereichsleiterin Genremanagement Kultur, Wissenschaft und Partner & 3sat-Senderchefin), die Schauspielerin Valerie Niehaus, die Journalistin Isabel Schayani (WDR), Bernhard Sonnleitner (Vice President International Scouting & Trends bei Seven.One Entertainment Group) sowie der Drehbuchautor David Ungureit.
Der Beobachtungszeitraum, den die Jurorinnen und Juroren für die Auszeichnungen in den Blick nehmen, reicht vom 1. Juli 2025 bis 30. Juni 2026. Da ist also noch einiges im Fluss.
Verliehen wird der Deutsche Fernsehpreis an zwei aufeinanderfolgenden Abenden. Los geht’s am 8. September mit der „Nacht der Kreativen“ in der Kölner Flora. Dort stehen die sogenannten kreativen Gewerke im Mittelpunkt. Dazu zählen beispielsweise Auszeichnungen für Regie, Drehbuch, Ausstattung oder Musik.
Am 9. September folgen die Werkkategorien (u.a. Bester Fernsehfilm, Beste Dokumentation, Beste Unterhaltungsshow) sowie der Ehrenpreis der Stifter. Diese werden im Rahmen einer großen TV-Gala verliehen, ein Event, das erstmals im Kölner Confex-Center stattfindet. Als turnusgemäß federführender Sender überträgt RTL die Verleihung am gleichen Abend in der Primetime.


