Rechtsmediziner und Bestsellerautor Michael Tsokos ist zu Gast in Barbara Schönbergers Podcast „Mit den Waffeln einer Frau“. Die beiden sprechen u.a. über die Arbeit im Sektionssaal, den Umgang mit besonderem Körperschmuck und den Leichtsinn von Männern. Foto © Mit den Waffeln einer Frau
Rechtsmediziner und Bestsellerautor Michael Tsokos ist zu Gast in Barbara Schönebergers Podcast „Mit den Waffeln einer Frau“. Die beiden sprechen u.a. über die Arbeit im Sektionssaal, den Umgang mit besonderem Körperschmuck und den Leichtsinn von Männern.
Beim barba radio-Podcast „Mit den Waffeln von einer Frau“ ist der Titel Programm. Zum Talk von Entertainerin Barbara Schöneberger mit ihren Gästen wird stets entsprechendes Backwerk gereicht. In der aktuellen Folge geht’s dazu allerdings um wenig appetitanregende Themen wie absurde Todesfälle und anspruchslose Maden. Zu Gast ist nämlich einer der bekanntesten deutschen Rechtsmediziner: Prof. Dr. Michael Tsokos, der sich u.a. auch als Thrillerautor und True-Crime-Serienhost einen Namen gemacht hat.
Der Direktor des Landesinstituts für gerichtliche und soziale Medizin in Berlin-Moabit spricht mit Schöneberger u.a. über die menschlichen Abgründe, mit denen er konfrontiert werde. „Ich bin jetzt 30 Jahre Rechtsmediziner und ich dachte, ich bin schon ganz unten angekommen im Keller, aber dann geht immer noch irgendwie eine Tür nach unten auf und es geht noch härter“, berichtet Tsokos.
Seinen Sinn für Humor hat er allerdings trotz der mitunter belastenden Tätigkeit nicht verloren. Auf die Frage, ob sich die Leichen im Lauf der Jahre verändert hätten, antwortet der Rechtsmediziner schmunzelnd. „Ich weiß gar nicht, ob man das hier sagen darf: Ganz viele Männer haben Penis-Piercings. Das habe ich früher nicht gesehen.“ Auch kosmetische Implantate unter der Penishaut kämen mittlerweile häufiger vor. „Das sind alles so irre Sachen, die ich ertragen muss.“
In der neuen Folge von „Mit den Waffeln einer Frau“, die jetzt bei barbaradio.de, in der barba radio-App und auf allen gängigen Podcast-Plattformen abrufbar ist, unterhalten sich Schöneberger und Tsokos u.a. auch über den Zusammenhang zwischen Handys und sogenannten Gulli-Toten sowie die wichtige Rolle von Schamottsteinen im Krematorium. Zudem berichtet der Rechtsmediziner, dass viel mehr Männer als Frauen bei ihm auf dem Tisch lägen. „Männer sind viel risikobereiter. Frauen sind schlauer. Die schalten das Gehirn vorher ein“, führt Tsokos aus. „Männer stellen sich an die Feuertonne und sagen: ,Oh, wir haben doch da noch so eine Stabhandgranate aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Lass‘ uns die mal holen.‘“
Auf Nachfrage von Barbara Schöneberger bestätigt der „Waffeln“-Gast auch den Eindruck, dass die Menschen insgesamt dicker werden. „Was wir früher nicht brauchten, waren so kleine Schemel im Sektionssaal, damit man eben ganz oben rankommt“, erklärt Michael Tsokos. Zu dünne Personen seien für die Arbeit allerdings auch nicht optimal, ergänzt der Rechtsmediziner und verbindet diese Einschätzung mit einer Art Kompliment an seine Gastgeberin: „Du wärest perfekt, Barbara.“
