Über mehrere Wochen widmet sich die RTLzwei-Daily-Soap „Berlin – Tag & Nacht" einem besonders ernsten Thema: Die Figur Raffi (Charly Fieseler) muss sich der Erkenntnis stellen, dass sie in ihrer Kindheit von ihrem Stiefvater sexuell missbraucht wurde. Foto © RTLzwei
Über mehrere Wochen widmet sich die RTLzwei-Daily-Soap „Berlin – Tag & Nacht“ einem besonders ernsten Thema: Die Figur Raffi (Charly Fieseler) muss sich der Erkenntnis stellen, dass sie in ihrer Kindheit von ihrem Stiefvater sexuell missbraucht wurde.
Am dem heutigen Dienstag, den 16. Juni um 19:05 Uhr startet in der Daily-Soap „Belin – Tag & Nacht“ ein neuer Handlungsstrang, der sich einem äußerst sensiblen Thema annimmt. Für Raffi, gespielt von Charly Fieseler, gerät die Welt aus den Fugen, als sie sich mit den zurückkehrenden Erinnerungen aus ihrer Kindheit auseinandersetzen muss. Nach und nach wird ihr bewusst, was sie vor vielen Jahren durchmachen musste: Sie wurde als Kind von ihrem damaligen Stiefvater sexuell missbraucht. Die Erkenntnis stellt dabei nicht nur ihr bisheriges Selbstbild infrage, sondern auch die Beziehung zu ihrer Familie und ihrem gesamten Umfeld. Über mehrere Wochen begleitet die Serie Raffis Weg, das Erlebte aufzuarbeiten und einen Umgang damit zu finden.
Es ist nicht das erste Mal, dass die seit 2011 laufende Daily Soap ein gesellschaftlich relevantes Thema in den Mittelpunkt rückt. In der Vergangenheit standen bereits Mobbing, häusliche Gewalt oder HIV im Fokus der montags bis freitags ausgestrahlten Serie. Hintergrund der aktuellen Storyline sind erschreckende Zahlen: Im Jahr 2025 hat die Polizei in mehr als 18.000 Fällen von Kindes- und Jugendmissbrauch strafrechtlich ermittelt.
Über die Entscheidung, das Thema aufzugreifen, sagt Malte Kruber, Programmdirektor Entertainment des Senders: „RTLzwei zeigt das echte Leben in all seinen Facetten. Dazu gehören leider auch Erfahrungen, über die viel zu oft geschwiegen wird.“ Sexueller Missbrauch in der Kindheit könne Betroffene ein Leben lang belasten, so Kruber: „Mit der Geschichte von Raffi greifen wir ein sehr sensibles Thema auf und möchten dazu beitragen, Aufmerksamkeit zu schaffen, Verständnis zu fördern und Betroffenen das Gefühl zu geben, mit ihren Erfahrungen nicht allein zu sein.“
Miriam Ulrich, Executive Producerin der Serie bei filmpool entertainment, erklärt: „Angesichts unserer großen Reichweite sehen wir es als unsere Verantwortung, auch schwierige und tabuisierte Themen sichtbar zu machen. Sexueller Missbrauch in der Kindheit zählt zu den schwerwiegendsten Formen von Gewalt und gehört zugleich zu den am häufigsten verschwiegenen.“ Mit Raffis Geschichte wolle man das Bewusstsein für die Folgen solcher Erfahrungen schärfen und Empathie für Betroffene fördern.
