Am 11. September lief die erste Ausgabe der Radio Bremen-Talkshow „3nach9“ nach der Sommerpause. Komikerin Mirja Boes sprach darin u.a. über ein besonderes Erlebnis im Familienurlaub auf Mallorca und über ihre Vergangenheit als Partyschlagersängerin am „Ballermann“.
Auf Mallorca gab es vor einem Monat eine totale Sonnenfinsternis zu erleben. Mirja Boes verbrachte mit ihrer Familie den Urlaub auf der Baleareninsel und war hautnah dabei. „Wir wohnten 300 Meter vom Meer entfernt und dann genau an einem Strandabschnitt, wo man das ganz hervorragend sehen konnte. Das war schon beeindruckend“, berichtete die Komikerin in der jüngsten Ausgabe der Radio Bremen-Talkshow „3nach9“.
Sie selbst habe dann allerdings dafür gesorgt, dass die gute Stimmung am Strand vorübergehend ins Kippen geriet, führte Boes im Gespräch mit „3nach9“-Gastgeberin Judith Rakers aus. „Ich werde es in Erinnerung behalten, vor allem, weil ich aus Versehen auch noch angefangen habe zu weinen.“ Angesichts der Tatsache, dass zumindest in Deutschland ein vergleichbares Ereignis erst wieder für 2081 angekündigt ist, habe die 55-Jährige zu ihren beiden Teenager-Söhnen gesagt: „Ihr könnt euch doch dann treffen, aber wir sind dann wohl nicht mehr dabei.“ Daraufhin seien bei ihr die Tränen geflossen. Ihr älterer Sprössling habe aber ganz gelassen reagiert und gesagt: „Ja, das ist eine schöne Idee.“
Auch an eine alte Wirkungsstätte kehrte Mirja Boes auf Mallorca zurück. Anfang der 2000er-Jahre war sie als Partyschlagersängerin „Möhre“ regelmäßig am sogenannten Ballermann aufgetreten. Nun hätten ihre Söhne dort hingewollt – allerdings „weil da jetzt mittlerweile irgendwelche Content Creator und TikToker rumlaufen. Mit meiner alten Geschichte wollen die nichts zu tun haben.“ Mirja Boes selbst hat nach eigenem Bekunden schon lange mit diesem Kapitel ihrer Karriere abgeschlossen. „Es hat seine Berechtigung gehabt, es hat seine Zeit gehabt. Aber das machen jetzt andere“, erklärte sie bei „3nach9“.
Noch in diesem Monat geht sie mit einem neuen Comedy-Bühnenprogramm auf Tournee. „Ich bin jemand, der weder Satire macht noch Kabarett. Ich kratze an der Oberfläche“, so Boes. In politisch bewegten Zeiten wie diesen sei sie „super dankbar für meinen Job, dass ich einfach nur ein lustiger kleiner Clown sein darf, der die Leute für einen Moment aus der Schwere herausholt“.
