GIB MIR 5! In Essen gab es gestern die große Überraschung im Achtelfinale des DFB-Pokals: Die Regionalliga-Fußballer von Rot-Weiss Essen warfen mit einem 2:1-Sieg nach Verlängerung den Europa League-Teilnehmer Bayer 04 Leverkusen aus dem Wettbewerb. Für die ARD-„Sportschau“ war Robby Hunke als Reporter im Einsatz. Im smalltalk-Interview schildert er seine Eindrücke von dem denkwürdigen Abend im Stadion an der Hafenstraße. (Foto: Robert Hunke)

3. Februar, 2021

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Robby Hunke ausnahmsweise nicht neutral

In Essen gab es gestern die große Überraschung im Achtelfinale des DFB-Pokals: Die Regionalliga-Fußballer von Rot-Weiss Essen warfen mit einem 2:1-Sieg nach Verlängerung den Europa League-Teilnehmer Bayer 04 Leverkusen aus dem Wettbewerb. Für die ARD-„Sportschau“ war Robby Hunke als Reporter im Einsatz. Im smalltalk-Interview schildert er seine Eindrücke von dem denkwürdigen Abend im Stadion an der Hafenstraße.

Herr Hunke, war das die größte Pokal-Sensation, die Sie bisher als Reporter begleiten durften?

Robby Hunke: Ja, ich dachte schon der Essener Erstrunden-Sieg gegen Arminia Bielefeld wäre die größte Sensation, die ich je kommentiert habe. Aber dass Rot-Weiss Essen, ein Viertligist, ins Viertelfinale einzieht, hätte ich nicht für möglich gehalten. Vor allem ohne Fans. Davon lebt man bei diesem Traditionsverein in Essen eigentlich.

Wie schwer fällt es einem als Kommentator, neutral zu bleiben und nicht zum Underdog – wie eben in diesem Fall Rot-Weiss Essen – zu halten?

Es fällt sehr schwer. Ich muss sagen: In dem Ausnahmefall war ich auch nicht neutral. Wenn ein so geschundener, schlafender Riese wie RWE, dessen treue Fans oft so leiden mussten, gegen einen Topklub der Bundesliga weiterkommt, dann ist es auch als Reporter nur menschlich, zu Essen zu halten. Da war ich auch nicht der Einzige. Selbst Leverkusen-Sympathisanten können mir nicht sagen, dass sie gestern nichts für RWE gefühlt haben.

Wie war die Atmosphäre im fast menschenleeren Stadion?

Dadurch, dass die Ersatzspieler und der Staff der Essener so laut waren, habe ich teilweise vergessen, dass es ein Geisterspiel war. Aber natürlich ist das nicht zu vergleichen. Wer einmal an der ausverkauften Hafenstraße war und mit einem Tinnitus raus ist, weiß, dass das Fußballerlebnis Essen unvergleichlich ist.

Der Zustand des Rasens in Essen ist von einigen Seiten kritisiert worden. Wie war Ihr Eindruck von dem Geläuf?

Der Zustand des Rasens war Wahnsinn. Allerdings kennt Leverkusen das von zu Hause. Selbst der Bundesliga-Platz in der BayArena ist durch die vielen Spiele im Winter derzeit bedauerlich. Aber das macht doch auch den Pokal aus. Kampf! Tiefer Boden! Ich liebe das. Schön fand ich, dass Leverkusen das angenommen hat und nicht arrogant, sondern kämpferisch aufgetreten ist.

Welches Spiel steht als nächstes auf Ihrer Einsatz-Liste?

Am Samstag sitze ich für die ARD in Leverkusen am Mikrofon – bei deren Chance, es im Kampf um die Champions League-Plätze gegen den VfB Stuttgart wieder besser zu machen als gegen Essen.

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ronald paul yandere