HP_Deutscher Buchpreis_2026_Longlist_Heinz Strunk26-3_Foto Dennis Dirksen
Die Longlist der Nominierten für den Deutschen Buchpreis 2026. Unter den 20 von der Expertenjury ausgewählten Romanen ist auch „Memories of Heidelberg“ von Heinz Strunk. Der Schriftsteller hat es damit nach 2021 und 2022 bereits zum dritten Mal in die Auswahl der Preisanwärter geschafft.
Traditionell vergibt die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels im Oktober am Vorabend der Frankfurter Buchmesse den Deutschen Buchpreis. Nun ist die erste Nominierungsphase für 2026 abgeschlossen. Die siebenköpfige Expertenjury hat am heutigen Dienstag, den 11. August ihre Longlist mit 20 Romanen vorgelegt, die in diesem Jahr ins Rennen um den Deutschen Buchpreis gehen.
Laut Angaben der Ausrichter wurden für die Auswahl 205 Titel aus dem Veröffentlichungszeitraum zwischen Oktober 2025 und dem 8. September 2026 gesichtet. 17 der nominierten Autorinnen und Autoren stehen zum ersten Mal auf der Longlist. Zu den „Wiederholungstätern“ gehört Heinz Strunk, der damit seinen guten Lauf beim Deutschen Buchpreis fortsetzt: Sein aktueller Roman „Memories of Heidelberg“ bringt dem Schriftsteller, Musiker und Comedian die dritte Nominierung innerhalb von sechs Jahren ein.
Auch Ingo Schulze war in den 2000er-Jahren schon zweimal für den Deutschen Buchpreis nominiert. Nun hat der Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung mit „Das Wasser im August“ wieder den Sprung auf die Longlist geschafft. Zum zweiten Mal nach 2021 wurde derweil Shida Bazyar in den Kreis der Nominierten aufgenommen: Die Buchpreis-Jury nominierte ihren neuen Roman „Die Lücken“.
Darüber hinaus sind auf der Longlist 2026 auch sechs Debütromane zu finden, darunter „King Cobra“ von Muri Darida, „Mit beiden Händen den Himmel stützen“ von Lilli Tollkien und „Parasiti“ von Alisha Gamisch. Die komplette Liste und Informationen zu allen 20 ausgewählten Titeln sind auf der Webseite deutscher-buchpreis.de abrufbar.
„Das Vergangene ergründen, um Gegenwart zu verstehen – das findet sich in unserer Auswahl der Romane des Jahres 2026 auf ganz unterschiedliche Weisen“, kommentiert Cornelia Geißler, Literaturredakteurin der „Berliner Zeitung“, in ihrer Eigenschaft als Jurysprecherin des Deutschen Buchpreises. „Fragmentarische Formen von bezwingender Vielschichtigkeit haben wir ebenso aufgenommen wie große, mitreißende Erzählungen über lange Zeiträume. Wir sind sehr angetan davon, wie markant und erhellend biografische Mehrsprachigkeit in literarischen Reichtum mündet.“
Die diesjährige Verleihung des mit insgesamt 37.500 Euro dotierten Deutschen Buchpreises findet am Montag, den 5. Oktober im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt. Zuvor wird die Auswahl der Nominierten am Dienstag, den 8. September auf eine Shortlist mit dann nur noch sechs Titeln reduziert.
