Die Jury des Deutschen Fernsehpreises 2026 hat ihre Nominierungen in 27 Kategorien ausgesprochen. Dabei kommen die ZDFneo-Dramedy „Chabos“ mit u.a. Johannes Kienast und Nico Marischka sowie der Fernsehfilm „Die Nichte des Polizisten“ und die Serie „Hundertdreizehn“ (beide ARD) jeweils auf vier Nennungen. (Foto © ZDF/Nikolaus Schreiber)
Die Jury des Deutschen Fernsehpreises 2026 hat ihre Nominierungen in 27 Kategorien ausgesprochen. Dabei kommen die ZDFneo-Dramedy „Chabos“ mit u.a. Johannes Kienast und Nico Marischka sowie der Fernsehfilm „Die Nichte des Polizisten“ und die Serie „Hundertdreizehn“ (beide ARD) jeweils auf vier Nennungen.
Bei der „Nacht der Kreativen“ am 8. September in der Flora und der großen, von RTL ausgestrahlten TV-Gala am 9. September im Confex-Center wird in Köln der diesjährige Deutsche Fernsehpreis vergeben. Nun liegen die Nominierungen vor, die die Fachjury für 27 der insgesamt 29 Kategorien des Awards ausgesprochen hat. Damit werden Produktionen sowie journalistische und künstlerische Einzelleistungen aus den Programmbereichen Fiktion, Unterhaltung, Information und Sport gewürdigt. Der Sichtungszeitraum reicht vom 1. Juli 2025 bis zum 30. Juni 2026.
Wie die Stifter des Deutschen Fernsehpreises mitteilen, liegt die ARD in diesem Jahr im Gesamtvergleich der Sender und Streamer mit 32 Nominierungen vorn. 23 Nennungen gehen demnach an das ZDF, 15 an RTL und elf an ProSiebenSat.1. Netflix kommt auf sieben Nennungen, zwei gehen an Prime Video und je eine an MagentaTV, Disney+, Welt, Eurosport und HBO Max.
Die größten Chancen auf eine Trophäe haben drei Produktionen aus dem fiktionalen Bereich, in dem auch die meisten Personenkategorien ausgezeichnet werden. Die Fernsehpreis-Jury hat jeweils vier Nominierungen an das von wahren Begebenheiten inspirierte ARD-Krimidrama „Die Nichte des Polizisten“, die Drama-Serie „Hundertdreizehn“ (ebenfalls) und die Dramedy-Serie „Chabos“ (ZDFneo) ausgesprochen. In der Unterhaltung gehen jeweils zwei Nominierungen an „Eurovision Song Contest – Das deutsche Finale 2026“ (ARD) und „Let’s Dance“ (RTL). Die komplette Liste und weitere Informationen sind auf der Webseite deutscher-fernsehpreis.de abrufbar.
„Das aktuelle Fernsehen hat die großen gesellschaftlichen Themen unserer Zeit im Blick“, sagt der neue Juryvorsitzende des Deutschen Fernsehpreises, der Journalist und Produzent Stephan Lamby. „Der Blick auf die Programme des Jahrgangs 2025/26 macht deutlich, dass wir als Gesellschaft gerade in eine andere Phase eintreten“, führt er aus. „Viele Produktionen beschäftigen sich mit Meinungsfreiheit und Toleranz, mit sozialen Medien, mit Rechtsextremismus, Terrorismus und Kriegen. Es geht um Trump und Putin, aber auch um die kleinen Auseinandersetzungen vor der eigenen Haustür. Die konfliktreichen Themen finden in fast allen Genres statt.“
Als einen weiteren Trend nennt Lamby u.a. die Tatsache, dass die Bedeutung von Sport im vergangenen Fernsehjahr „enorm zugenommen“ habe. Nominiert sind in diesem Segment die Berichterstattung über fünf Großereignisse: das Finale der Basketball-Europameisterschaft (RTL), das Endspiel der French Open mit dem Sieg des deutschen Tennisstars Alexander Zverev (Europsport), die Handball-Europameisterschaft (ARD/ZDF), die Tour de France 2025 (ARD) sowie die Fußball-Weltmeisterschaft bei MagentaTV.
Bei MagentaTV, der TV- und Streamingplattform des Fernsehpreis-Stifters Deutsche Telekom sind viele der nominierten Programme (bei Serien jeweils die erste Folge) zwischen dem 2. und 16. September verfügbar – auch für Nicht-Abonnenten kostenlos und ohne Anmeldung via magenta.tv/dfp2026.
