Nach der Weltpremiere beim DOK.fest München und einer eintägigen Event-Kinoauswertung startet der Dokumentarfilm „Wacken – Hearts Full Of Metal“ am Donnerstag, den 4. Juni exklusiv bei MagentaTV. Regie bei dem von beetz brothers produzierten MagentaTV Original führt Cordula Kablitz-Post. Im smalltalk-Interview spricht die Filmemacherin u.a. über ihre eigenen musikalischen Vorlieben und die Zusammenarbeit mit den beiden Gründern des Wacken Open Airs, Thomas Jensen und Holger Hübner.
Frau Kablitz-Post, eines Ihrer Projekte vor dem Wacken-Film war „Kreator – Hate & Hope“. Hören Sie auch privat gerne Hard Rock und Heavy Metal?
Cordula Kablitz-Post: Ich bin mit Rock, Punk und Metal aufgewachsen und habe danach immer mehr elektronische Musik gehört. The Prodigy ist nach wie vor eine meiner Lieblingsbands, als Schnittstelle zwischen Punkrock und elektronischer Musik. Meine Lieblingsmusik ist immer hoch energetisch, privat höre ich seit Jahren vor allem Techno.
Was hat Sie an „Wacken – Hearts Full of Metal“ besonders gereizt?
Cordula Kablitz-Post: Es gibt ja schon sehr viele Filme über Wacken, aber über die beiden Gründer Holger Hübner und Thomas Jensen gab es bisher noch keinen. In meinen Filmen interessieren mich besonders Charaktere mit Ecken und Kanten und die beiden Gründer sind besonders spannende Protagonisten, weil sie aus dem Nichts heraus, aus eigener Kraft und mit norddeutschem Sturschädel, beseelt waren von der Idee, ein eigenes Festival zu gründen – trotz aller finanziellen Schwierigkeiten und Probleme. Ihre Erfolgsgeschichte ist wirklich beeindruckend. Niemand hat anfangs an sie geglaubt, denn Wacken ist immer noch einfach nur eine riesige Ackerfläche, die die beiden zum Schauplatz des größten Metal-Festivals der Welt gemacht haben.
Wie schwierig war es, die ereignisreiche und durch eine Fülle an Archivmaterial dokumentierte Geschichte des Festivals in kompakten 90 Minuten zu erzählen?
Cordula Kablitz-Post: Es war schwierig, weil ich sowohl die persönliche Entwicklung der beiden Gründer – beruflich und privat hinter den Kulissen bei den Wacken Festivals 2024 und 2025 sowie im Netzwerk ihrer Familien und Freunde – als auch die Highlights der Wacken-Historie dramaturgisch miteinander verbinden musste.

Thomas Jensen (l.) und Holger Hübner haben das Wacken Open Air vor 35 Jahren als Dorfparty ins Leben gerufen. Heute zieht es jährlich rund 85.000 Fans an. Das MagentaTV Original „Wacken – Hearts Full Of Metal“ erzählt ihre Geschichte.
(Foto: Pep Bonet/WOA Festival GmbH)
Haben Sie selbst eine (oder auch mehrere) Lieblingsszene(n) in dem Film?
Cordula Kablitz-Post: Ich liebe vor allem die Szenen, die beobachten, wie Holger und Thomas, die sehr gegensätzlich sind, hinter den Kulissen miteinander umgehen. Sie haben einen sehr eigenen Humor und eine sehr reduzierte Art miteinander zu sprechen. Man merkt wie eingespielt sie miteinander sind, wie ein altes Ehepaar, das die Streite schon lange hinter sich gelassen hat.
Können Sie schon etwas zu ihren nächsten Projekten verraten?
Cordula Kablitz-Post: Mit einem Kino-Dokumentarfilm über die Techno-DJ-Legende WestBam gehe ich jetzt in den Schnitt, und ich plane gerade den ersten Kino-Dokumentarfilm über die deutsche Band Alphaville, deren größter Hit „Forever Young“ auf Spotify mittlerweile schon 1,3 Milliarden Mal gestreamt wurde. Ihre Bandgeschichte ist einzigartig, weil sie seit Mitte der 1980er-Jahre alle denkbaren Höhen und Tiefen erlebt haben – bis zu ihrem großen Comeback vor ca. zehn Jahren. Und last, not least plane ich einen Kinospielfilm über Petra Kelly, die Mitgründerin der grünen Partei. Darin wird die tragische Lebensgeschichte einer beeindruckenden Frau erzählt.
