Beim „YouTube Festival“ in Berlin musste Barbara Schöneberger nicht selbst moderieren (sie tat’s dann ein bisschen), sondern nur selbst einen Preis entgegennehmen. Dabei traf sie ihre Youtuber-Kollegin Marie Lina Smyrek und Andreas Briese, den Deutschlandchef der Videoplattform, u.v.a. Foto © smalltalk
Beim „YouTube Festival“ in Berlin musste Barbara Schöneberger nicht selbst moderieren (sie tat’s dann ein bisschen), sondern nur selbst einen Preis entgegennehmen. Dabei traf sie ihre Youtuber-Kollegin Marie Lina Smyrek und Andreas Briese, den Deutschlandchef der Videoplattform, u.v.a.
Barbara Schöneberger ist wirklich keine Novizin im Unterhaltungsgeschäft. Und doch gab’s für sie jetzt einen Newcomer Award. Beim „YouTube Festival 2026“ am gestrigen 3. September wurde sie in der Arena Berlin entsprechend ausgezeichnet. Der Grund: ihr Ende April gestarteter Youtube-Kanal „BARBARA – Schöneberger wird’s nicht“. Der wurde seither von mehr als 40.000 Menschen abonniert, die sich dann die bislang 70 hochgeladenen Videos ansahen. Insgesamt kommt das Angebot auf mittlerweile mehrere Millionen Aufrufe. Ein solcher Erfolg so kurzer Zeit sei sehr besonders, betont Andreas Briese, Youtube-Chef für die deutschsprachigen Länder, Zentral- und Nordeuropa. Schöneberger sei aber natürlich ein Non-Newcomer.
„Ich habe einen Preis bekommen als, ich glaube, älteste Newcomerin bei Youtube, weil es so gut läuft bei mir“, berichtete die Geehrte nach der Verleihung natürlich auch auf ihrem Kanal. Im Clip drückt die 52-Jährige den frisch empfangenen Award (ein rotes und weiches Plüschkissen mit weißem Youtube-Play-Button) an sich und dankt ihren Abonnenten – und sie verspricht: „Ich freue mich auf alles, was kommt. Ich werde euch an allem teilhaben lassen.“ Barbara Schöneberger beweise, dass es für den Einstieg in die Creator-Welt nie zu spät sei, heißt es in einer offiziellen Mitteilung von Youtube.
Rund 1.500 geladene Gäste kamen beim diesjährigen „YouTube Festival“ zusammen, um ab dem Nachmittag zu netzwerken. Auf einer „Playground“-Fläche gab es zunächst Vorträge zu hören – gleichzeitig, weil die Hörerinnen und Hörer mit Kopfhörern ausgestattet waren. Am Abend wurde es aber dann doch noch laut. Denn zwei starke Musikacts gaben sich die Ehre: Nina Chuba und das Duo Blumengarten, deren Hit „Du bist gut genug“ selbstverständlich von allen Anwesenden (wirklich allen!) inbrünstig mitgesungen wurde.
Bei der abendlichen Preisverleihung ging es vor allem um die begehrten Gold- und Silber-Awards für jeweils mehr als eine Million bzw. 100.000 Abonnenten. Ausgezeichnet wurden u.a. die Fitness-Influencerin KayKay, der funk-Kanal „Datteltäter“ sowie die Kanäle von „Mamaversum“ und Mercedes Benz. Gut genug für einen Award waren übrigens auch die beiden Jungs von Blumengarten.
Zu den weiteren Preisträgerinnen und Preisträgern gehören beispielsweise Jasmin Gnu mit ihren Reaction-Videos, die auch durch den funk-Kanal „smypathisch“ bekannte Autorin Marie Lina Smyrek sowie der Livestreamer Marcant, der sich intensiv mit Rechtsextremen auseinandersetzt. Das tut er mutigerweise nicht nur in Reaction-Videos, sondern auch vor Ort zum Beispiel bei Veranstaltungen der AfD.
Sie sei nicht zuletzt zum „YouTube Festival 2026“ gekommen, um Leute zu treffen, verriet Barbara Schöneberger am Rande. Und da gab’s einige zu treffen. So begegnete sie u.a. ihrer Kollegin Sophie Passmann, die die Preisverleihung moderierte und Schöneberger zwischendurch mal das Moderationsmikro überließ. Die erwähnte Jasmin Gnu war da, ebenso Jacob Beautemps vom Wissenschaftskanal „Breaking Lab“, der Extrem-Mountainbiker Fabio Wibmer, der Abenteurer und Survival-Spezialist Otto Karasch, auch bekannt als „Otto Bulletproof“ u.v.m. Des Weiteren lief ihr auch noch der Extremläufer Arda Saatçi sozusagen über den Weg.
Schöneberger ist also angekommen in der Youtube-Welt. Selbstverständlich wird sie sich auf ihrem weichen Newcomer-Kissen nicht ausruhen, sondern sich weiterhin inspirieren lassen und auf „BARBARA – Schöneberger wird’s nicht“ Videos posten, die offenbar einer wachsenden Abonnentenschar gefallen.
