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Zur monatlichen Podcast-Edition des smalltalk-Newsletters schreibt Kathrin Lang, die sich mit ihrer Agentur u.a. auf Podcast-PR spezialisiert hat, regelmäßig über ein aktuelles Thema aus diesem Bereich. In der August-Ausgabe plädiert sie dafür, Sommerpausen auch für Podcasts als Teil eines kreativen Prozesses zu betrachten.
Liebe Freundinnen und Freunde des smalltalk,
die Sommerpause gehört im Fernsehen ganz selbstverständlich dazu. Die ARD zum Beispiel wechselt mit ihrem Sonntags-Flaggschiff „Tatort“ in den Wiederholungs-Modus und auch Talksendungen, Shows und diverse Magazine verschwinden für ein paar Wochen aus dem Programm. Kaum jemand wundert sich darüber. Ähnlich verhält es sich beim Radio. Auch bei Printmedien ist es keine Seltenheit, dass zum Beispiel durch die Veröffentlichung von Doppelausgaben ein Monat Auszeit eingelegt wird. In der Podcast-Welt sieht es hingegen oft anders aus: Viele Formate senden auch im Sommer weiter – mit Special-Folgen, Best-ofs oder etwas lockereren Gesprächen.
Das hat auch einen guten Grund: Podcasts leben von Gewohnheiten. Sie begleiten uns auf dem Weg zur Arbeit, beim Spaziergang, beim Kochen oder im Fitnessstudio. Wer Woche für Woche Teil dieser Routine ist, möchte diesen Platz natürlich nicht einfach aufgeben (Er ist ja auch hart erarbeitet). Gleichzeitig frage ich mich, ob wir uns damit nicht selbst unter Druck setzen?! Gute Gespräche entstehen selten auf Knopfdruck. Dafür sind Erlebnisse, neue Gedanken und manchmal eben auch Abstand erforderlich. Kreativität lässt sich nicht planen wie ein Redaktionskalender und Pausen sind wichtig, um danach wieder mit „freiem Kopf“ durchzustarten.
Unter diesem Gesichtspunkt wäre eine Sommerpause daher kein Zeichen von Stillstand, sondern eine Investition in das, was danach kommt. Wer sich Zeit nimmt, neue Eindrücke zu sammeln, kommt oft mit besseren Ideen zurück. Das gilt für Podcasts genauso wie für uns selbst. Vielleicht sollten wir Sommerpausen deshalb wieder als das sehen, was sie eigentlich sind: keine Unterbrechung, sondern ein Teil des kreativen Prozesses.
Und wenn der Lieblingspodcast gerade Ferien macht, ist das vielleicht die beste Gelegenheit, mal wieder zu einem Hörbuch zu greifen, das schon ewig auf der eigenen Merkliste wartet. Schließlich brauchen manchmal nicht nur die Hosts eine Pause, sondern auch unsere Hörgewohnheiten ein bisschen Abwechslung. Und wer weiß… vielleicht hört man den Lieblingspodcast nach einer kleinen Auszeit sogar mit noch größerer Freude.
Ich wünsche uns allen in jedem Fall einen schönen und entspannten Sommerausklang!
Kathrin Lang
(Gründerin & Inhaberin KLang PR)
