Mit viel Humor, jeder Menge Lokalkolorit und Spannung bis zum Schluss weiß Bernd Stelter die Leserschaft seiner Camping-Krimis seit Jahren zu begeistern. Der neueste Band, „Die kalte Hand des Camping-Killers“, landete jetzt in der aktuellen Hardcover-Bestsellerliste des „Spiegel“. (Foto © Lübbe)
Mit viel Humor, jeder Menge Lokalkolorit und Spannung bis zum Schluss weiß Bernd Stelter die Leserschaft seiner Camping-Krimis seit Jahren zu begeistern. Der neueste Band, „Die kalte Hand des Camping-Killers“, landete jetzt in der aktuellen Hardcover-Bestsellerliste des „Spiegel“.
Fast acht Millionen Deutsche machen Jahr für Jahr Urlaub in den Niederlanden. Einer von ihnen ist der Entertainer und Autor Bernd Stelter. Seine Frau Anke und er sind passionierte Dauercamper in der Provinz Zeeland. Davon berichtete er zuletzt auch in der ARD-Reisereihe „Wunderschön!“.
Aber in seiner zweiten Heimat liegt der Kölner nicht auf der faulen Haut. Genau dort schreibt er nämlich seine beliebten Camping-Krimis. Die spielen alle in Zeeland und konfrontieren den von Stelter erfundenen „Inspecteur Piet van Houvenkamp“ nicht nur mit skurrilen Mordfällen, sondern auch mit nervenden deutschen Touristen. Der fünfte Band der Reihe ist da – und landete direkt in der vom Fachmagazin „BuchMarkt“ ermittelten „Spiegel“-Bestsellerliste.
Aus dem Stand erreichte „Die kalte Hand des Camping-Killers“ (Lübbe) Platz 15 der Rubrik „Belletristik Hardcover“ und bestätigt dadurch, dass der Aufkleber „Spiegel Bestseller-Autor“ nicht zu Unrecht auf dem Cover prangt. „Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie ‚kackstolz‘ ich bin“, schreibt Stelter auf Facebook. „Ja, jetzt bin ich Bestseller-Autor. Und an alle, die für diese Platzierung gesorgt haben: meinen herzlichen Dank und viel Spaß beim Lesen!“
Der Spaß beim Leben spricht gerade in der Urlaubszeit dafür, sich mit „Die kalte Hand des Camping-Killers“ eine literarische Auszeit zu gönnen. Doch in der aktuellen Geschichte geht‘s auch ein bisschen um mehr, denn der Autor greift ein Thema auf, das in Zeeland und in anderen Regionen unseres Nachbarlandes durchaus für reale Konflikte sorgt. In einem Interview mit dem Kölner „Express“ führte Stelter aus, dass sich in der niederländischen Camping-Idylle mittlerweile eine Art Gentrifizierung abzeichnet. Demnach würden viele Campingplätze in Ferienparks mit teuren Luxus-Chalets ausgestattet. Die kann sich natürlich nicht jeder leisten, also gibt’s Konflikte.
Vor diesem Hintergrund spielt Piet van Houvenkamps fünfter Fall: Am zeeländischen Strand entdecken Jugendliche die Leiche eines belgischen Immobilienmaklers, der zuvor Campingplätze aufkaufen wollen, um dort eben jene Luxus-Chalets zu errichten. Zuverlässig ruft die Situation deutsche Camper und Hobbydetektive auf den Plan, die dem Inspecteur ganz schön auf den Geist gehen.
„Piet hat es ja immer mit diesen fünf bekloppten deutschen Campern zu tun“, so Bernd Stelter im smalltalk-Interview. „Er würde wohl alles darum geben, mal einen Fall ohne diese fünf verrückten Deutschen zu lösen. Aber solange ich die Bücher schreibe, wird das wohl nicht passieren.“ Nach einer Hüft-OP und einer auf vier Wochen angesetzten Reha hat der Autor nun selbst erst mal ein Leseprojekt der etwas größeren Art vor sich, wie er jetzt im Facebook-Video verriet: Thomas Mann, „Der Zauberberg“. 1.200 Seiten.
