Zum 42. Mal finden in Bonn die Internationalen Stummfilmtage statt. Den Auftakt markiert über zwei Abende verteilt der schwedische Monumentalfilm „Gösta Berling“. Die Selma Lagerlöf-Verfilmung war der erste große Erfolg für die junge Schauspielerin Greta Garbo. Foto © Österreichisches Filmmuseum
Zum 42. Mal finden in Bonn die Internationalen Stummfilmtage statt. Den Auftakt markiert über zwei Abende verteilt der schwedische Monumentalfilm „Gösta Berling“. Die Selma Lagerlöf-Verfilmung war der erste große Erfolg für die junge Schauspielerin Greta Garbo.
Der Arkadenhof der Bonner Universität wird auch in diesem Sommer wieder zum Treffpunkt von Filmliebhabern und Open-Air-Kinofans. Am heutigen Donnerstag, den 13. August wird in der ehemaligen Bundeshauptstadt die mittlerweile 42. Ausgabe der Internationalen Stummfilmtage eröffnet. Bis einschließlich Samstag, den 22. August sind jeden Abend nach Einbruch der Dunkelheit neurestaurierte Klassiker, Wiederentdeckungen und Raritäten aus der frühen Zeit des Kinos zu sehen.
Los geht’s am heutigen Eröffnungsabend mit dem ersten Teil der rund dreistündigen Monumentalverfilmung von „Gösta Berling“, dem Debütroman der späteren Literaturnobelpreisträgerin Selma Lagerlöf. Die schwedische Produktion aus dem Jahr 1924 unter der Regie von Mauritz Stiller ist nicht zuletzt deswegen bemerkenswert, weil sie der damals erst 19-jährigen Greta Garbo den Durchbruch als Filmstar bescherte.
Teil 1 des Stummfilms „Gösta Berling“ wird in Bonn mit Live-Musikbegleitung von Daan van den Hurk gezeigt. Bei der Vorführung des zweiten Teils am morgigen Freitag, den 14. August sitzt dann Neil Brand am Flügel. Im weiteren Verlauf des Festivals stehen u.a. noch „The Love Nest“ (USA, 1923) von und mit Buster Keaton, die deutsche Familienkomödie „Bubis Locken“ von Hanna Henning (1919) und der erste abendfüllende italienische Spielfilm „L’Inferno“ (1911) auf dem Programm.
Die Internationalen Stummfilmtage gelten als besucherstärkstes Stummfilmfestival Europas. Der Eintritt zu allen Aufführungen im rund 1.000 Besucherinnen und Besucher fassenden Arkadenhof ist frei. Der ausrichtende Förderverein Filmkultur Bonn bittet aber um Spenden für den Erhalt der Veranstaltung.
